Hildegard von Bingen (1098 Bermersheim – 1179 Kloster RupertHildegard von Bingen / Quelle: wiki commons, gemeinfreisberg bei Bingen) war nicht nur Heilige und Nonne, sondern auch Naturheilkundige. In ihrem Klostergarten baute sie Obst, Gemüse und  Kräuter an. Für Hildegard war eine ausgewogene Ernährung ausgesprochen wichtig, denn nur so kann ihrer Meinung nach die Lebensenergie erhalten werden.

Für diese ausgewogene Ernährung sind laut Hildegard von Bingen vor allem Dinkel, Fenchel und Edelkastanie von Bedeutung. Außerdem Äpfel, Birnen und Quitten.

Dinkel hielt die Klosterfrau für das wertvollste Getreide, da die Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralien, Ballaststoffe, Spurenelemente) in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Fenchel hilft laut Hildegard von Bingen gegen Verdauungsstörungen und Depressionen. Die Edelkastanie schließlich setzte Hildegard gegen Beschwerden innerer Organe wie Herz und Leber sowie der Nerven ein.

Nahrungsmittel, von denen heute einige als gesund gelten, sollten laut Hildegard von Bingen gemieden werden. Dazu zählen Rohkost, Erdbeeren, Blaubeeren, Pfirsiche, Linsen und Schweinefleisch. Auch eine Reihe von Gewürzen verbannte Hildegard aus der Küche wie beispielsweise Muskatnuss, Beifuß und Zimt. Eier, Fette und Zucker müssten ihrer Meinung nach reduziert werden. Die Mahlzeiten selbst sollen nicht zu üppig ausfallen, in jedem Zuviel sah Hildegard von Bingen die Ursache von Krankheiten. Ein weiterer Grund sei die Übersäuerung des Körpers, der mit basischen Speisen (Dinkel-Gemüse-Brühe, Fencheltee) entgegengewirkt werden könne.

Hildegard von Bingen war eine Verfechterin des Heilfastens.

Hildegard von BingenKerstin WeberDies & DasHeilfastenHildegard von Bingen (1098 Bermersheim - 1179 Kloster Rupertsberg bei Bingen) war nicht nur Heilige und Nonne, sondern auch Naturheilkundige. In ihrem Klostergarten baute sie Obst, Gemüse und  Kräuter an. Für Hildegard war eine ausgewogene Ernährung ausgesprochen wichtig, denn nur so kann ihrer Meinung nach die Lebensenergie erhalten werden. Für...