eiskristalleVersuche mit Rheuma-Patienten zeigten, dass „Schockfrosten“ gut gegen ihre Krankheit ist. Eingefroren werden Sie dabei natürlich nicht, aber kurzzeitig der Kälte ausgesetzt. Die Idee stammt von dem japanischen Arzt Toshima Yamauchi und wurde in den 1980er Jahren erstmals in Deutschland angewendet.

Die Kältekammer besteht aus drei Räumen. Im ersten Raum sind -10 Grad Celsius, dort bleibt der Patient 30 Sekunden. Ebenso im zweiten Raum bei -60 Grad Celsius.

In der dritten Kältekammer ist es -110 Grad Celsius kalt, hier bewegt sich der Patient zirka 2,5 bis 3,5 Minuten lang langsam hin und her. Dabei trägt er lediglich Unterwäsche bzw. Badebekleidung, Mütze, Mundschutz, Handschuhe, Strümpfe und Schuhe. Der Kontakt zum Arzt ist während der gesamten Zeit gegeben.

Der Schock durch die Kälte verursacht eine blitzartige Abkühlung der Haut und eine Betäubung der Nerven. Die Kälte geht jedoch nicht tiefer.

Nach der Kältekammer vorübergehend schmerzfrei

Der an Rheuma Erkrankte profitiert von dieser Therapie, da durch die niedrigen Temperaturen Entzündungen gehemmt und Schmerzweiterleitungen unterbrochen werden. Im Anschluss kann der Betroffene seine Gelenke besser bewegen. Die Schmerzen gehen für mehrere Stunden zurück. Je öfter der Patient in die Kältekammer geht, umso länger kann er anschließend schmerzfrei bleiben, bei manchen gehen die Schmerzen sogar ganz weg.

Die Kältetherapie fördert darüber hinaus die Durchblutung und macht uns stark gegen Erkältung, das Wohlbefinden wird gesteigert. Außerdem soll das Verweilen in der Kälte Glücksgefühle hervorrufen.

Die Kältetherapie wird nicht nur bei Rheumakranken angewendet, sondern u.a. auch bei Multipler Sklerose, Neurodermitis, Fibromyalgie, Bandscheibenschäden und sogar bei Tinnitus. Wer dagegen unter akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder arteriellen Durchblutungsstörungen leidet, sollte auf die Therapie verzichten.

Wenn die Krankenkasse die Therapie-Kosten nicht übernimmt, muss der Patient zirka 30 Euro für eine Sitzung berappen.

"Schockfrosten" gut gegen RheumaKerstin WeberHeilmethodenMultiple Sklerose,RheumaVersuche mit Rheuma-Patienten zeigten, dass „Schockfrosten“ gut gegen ihre Krankheit ist. Eingefroren werden Sie dabei natürlich nicht, aber kurzzeitig der Kälte ausgesetzt. Die Idee stammt von dem japanischen Arzt Toshima Yamauchi und wurde in den 1980er Jahren erstmals in Deutschland angewendet. Die Kältekammer besteht aus drei Räumen. Im ersten Raum...