Ein erhöhter Cholesterinspiegel stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Er kann Arterienverkalkungen verursachen, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zur Folge haben können. Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann aber auf längere Sicht auch zu Schilddrüsenfehlfunktionen, zu Bluthochdruck oder zu Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus führen. Ebenso kann ein erhöhter Cholesterinspiegel Schädigungen und fehlerhafte Funktionen der Leber, der Nieren oder der Galle verursachen. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass man die Risiken eines zu hohen Cholesterinspiegels nicht unterschätzt. Im Detail bedeutet das, dass man einen erhöhten Cholesterinwert im Blut unbedingt vermeiden sollte. Und das sollte nicht erst der Fall sein, wenn es theoretisch bereits zu spät ist. Allerdings kann ein erhöhter Cholesterinwert unterschiedliche Ursachen und Gründe haben. Je nachdem, was die zu hohen Fettwerte im Blut verursacht, muss man anders vorgehen, um diese zu vermeiden oder zu senken.

Der Cholesterinspiegel beschreibt den Wert der vorhandenen Lipoproteine, die sich in der Blutbahn befinden. Als gesund wird ein Cholesterinwert angesehen, der kleiner als 200 ml/dl ist. Wichtig ist hierbei, dass der HDL-Wert viel höher als der LDL-Wert ist – bestenfalls sollte der LDL-Wert nicht höher als 20 Prozent des Gesamtwertes sein. Beispielsweise sieht ein gesunder Cholesterinspiegel daher so aus: Das HDL-Cholesterin beträgt <160 ml/dl und das LDL-Cholesterin <40 ml/dl. Übrigens ist das Risiko, einen Herzinfarkt- oder Schlaganfall zu erleiden, bereits bei einem Wert von <250 ml/dl doppelt so hoch. Jedoch handelt es sich bei einem ungesunden Cholesterinspiegel alles andere als um eine Seltenheit. Momentan leidet Statistiken nach jeder dritte europäische Erwachsene über 40 Jahren an einem zu hohen Cholesterinspiegel.

Cholesterinspiegel im gesunden Normalwert – durch die richtige Ernährung vorbeugen

Eine der häufigsten Ursachen für einen erhöhten Cholesterinspiegel ist ein ungesunder Lebensstil. Fast jeder zweite Mensch, der längere Zeit oder über Jahre hinweg einer sehr fettreichen Ernährung frönt, nur selten körperlicher oder sportlicher Bewegung nachgeht und unter Übergewicht leidet, hat im Alter mit einem zu hohen Cholesterinspiegel zu kämpfen. Schuld daran ist die hohe Dichte an schlechtem Cholesterin im Blut. Denn mit jeder Mahlzeit, die man zu sich nimmt, nimmt man in der Regel auch etwas Cholesterin zu sich. Lebensmittel aus tierischen Erzeugnissen, etwa Fleisch, Käse, Milch und Eier, weisen dabei den höchsten Cholesteringehalt der typischen Nahrungsmittel des Menschen auf. Und bekanntlich fehlen diese nur selten, wenn es um einen normalen Speiseplan geht. Weniger kritisch sind hingegen Vollkornprodukte, Obst, Nüsse und Gemüse. Um zu vermeiden, dass man also früher oder später aufgrund einer unbedachten und fettreichen Ernährung unter einem zu hohen Cholesterinspiegel leidet, sollte man frühzeitig auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Das bedeutet, dass man die Lebensmittel, die als sehr fett- und cholesterinreich gelten, bestenfalls vermeiden sollte. Gänzlich verzichten muss man im Normalfall natürlich nicht, außer gesundheitliche Gründe schreiben dies vor. Allerdings sollte man den Genuss von fettreichen Speisen und Lebensmitteln eingrenzen. Zudem sollte man nicht drei große, sondern eher fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen.

Doch nicht nur in Hinsicht auf die reine Speisekarte kann man vorbeugen. Bereits beim Kochen und bei kleinen Dingen wie Butter und Ölen im alltäglichen Gebrauch lässt sich einiges tun. Wer cholesterinbewusster leben möchte, sollte daher auf pflanzliche Fette zurückgreifen, wann immer er kann. Beim Kochen, Braten und Backen sollte man hingegen auf pflanzliche Öle aus Soja, Raps und Oliven zurückgreifen. So lassen sich alle Speisen fettarmer zubereiten, was letztendlich dem Cholesterinspiegel zugutekommt. Komplett auf Fett zu verzichten, ist übrigens ebenso wenig eine Option, wie es nicht unbedingt empfehlenswert ist, komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Selbstverständlich kann man dies, wenn es gewünscht ist. Allerdings muss man sich auch hier ausgiebig mit der gesamten Ernährungsumstellung beschäftigen. Denn der Körper braucht Cholesterin und Fett, um funktionieren zu können. Mit jeder Mahlzeit nehmen wir Cholesterin zu uns. Dieses wird in der Leber zu LDL- oder HDL-Cholesterin umgewandelt, sodass es in der Blutbahn transportiert werden kann. Unter HDL-Cholesterin versteht man das umgangssprachliche „gute“ Cholesterin, da der Fettanteil sehr gering ist. Das Gegenteil stellt das „schlechte“ LDL-Cholesterin dar, das einen sehr hohen Lipidanteil vorweist. LDL-Cholesterin ist die Ursache für Arterienverstopfungen, die wiederum zu anderen Spätfolgen führen können.

Ursachen und Risiken erkennen und diese vermeiden oder senken

Des Weiteren kann man dem Körper durch ein gesundes Gewicht sowie durch ein ausgewogenes Bewegungs- und Sportprogramm unterstützen. Dabei muss man es natürlich nicht übertreiben und gleich zum Extremsportler mutieren. Oftmals reicht es regelmäßig, etwa dreimal pro Woche, Schwimmen zu gehen, Rad zu fahren, ein gesundes Kraft- und Ausdauertraining anzugehen oder auch jeden Abend eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Wichtig ist, dass die sportliche Aktivität Spaß bereitet. Verausgaben muss man sich also nicht. Aber: Wer sehr sportlich lebt, muss das ebenfalls entsprechend im Ernährungsplan berücksichtigen. Der Speiseplan sollte an den aktiven Tagen unbedingt etwas reicher an Ballaststoffen sein. Hinzukommt der positive Nebeneffekt, den Ballaststoffe auf den Cholesterinspiegel haben. Denn Cholesterin bindet sich im Blut an die Ballaststoffe, sodass es mit diesen zusammen nahezu ungenutzt aus dem Körper gebracht werden kann. Unter günstigen Umständen lässt sich der Cholesterinspiegel so um bis zu zehn Prozent senken. Ähnlich sieht es mit Nüssen aus, die naturell und ohne Salz oder Knusperkruste, ebenfalls sehr gesund sind. Jedoch sollte man sie nicht in zu großen Mengen zu sich nehmen.

Starker Alkohol– und Tabakgenuss können den Cholesterinspiegel übrigens ebenso erhöhen wie eine zu fettreiche Ernährung. Daher sollte man, sofern man eine cholesterinbewusste Ernährung anstrebt, auch hier sinnvolle Abstriche machen. Etwas schwieriger ist es vorzubeugen, wenn ein erhöhter Cholesterinspiegel gesundheitliche Gründe hat. Viele Menschen leiden unter der Neigung zu einem hohen Cholesterinspiegel. Zum Beispiel durch angeborene oder vererbte Hormonstörungen oder Fehlfunktionen der Leber, der Nieren und der Galle. Hier kann man nur durch regelmäßige Arztbesuche und durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen. Zudem sollte man übergreifend vermeiden dauerhaft oder langzeitig Medikamente einzunehmen, die einen erhöhten Cholesterinwert fördern. Beispiele hierfür sind hormonelle Verhütungsmittel, etwa die Pille oder die Hormonspritze, aber auch entwässernde Mittel.

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Was hilf eigentlich bei einem zu hohen Cholesterinspiegel?Christine SpindlerErnährungBewegung,Cholesterin,Ernährung,HypertonieEin erhöhter Cholesterinspiegel stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Er kann Arterienverkalkungen verursachen, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zur Folge haben können. Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann aber auf längere Sicht auch zu Schilddrüsenfehlfunktionen, zu Bluthochdruck oder zu Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus führen. Ebenso kann ein erhöhter Cholesterinspiegel Schädigungen...