Wer schon Beschwerden mit der Galle hat oder erblich belastet ist, sollte nicht allzu fetthaltig essen, denn dadurch wird mehr Gallensaft produziert, der dann in der Gallenblase herum liegt und aus dem sich – wenn oft genug betrieben – Steine bilden können. Auch das Gegenteil – eine fettarme Kost – ist nicht günstig. Hierbei wird zu wenig Gallensaft benötigt, dieser dickt ein und kann ebenfalls Steine bilden.

Manche Gallenstein-Träger vertragen bestimmte Speisen und Getränke nicht mehr, andere dagegen doch (z.B. Kaffee, blähende Kohlsorten, Vollkornprodukte). Deshalb ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen zu treffen. Jeder muss selbst herausfinden, was er verträgt und was nicht. Fest steht jedoch, dass kleine Mahlzeiten besser vertragen werden als große. Als günstig bei Gallensteinen haben sich Nahrungsmittel mit Bitterstoffen (z.B. Chicorée, Grapefruit) erwiesen.

In Deutschland sind mehr Frauen als Männer von einem Gallenleiden betroffen. Das hängt u.a. damit zusammen, dass bei Frauen am Beginn der Wechseljahre der Östrogenspiegel höher ist als der Progesteronspiegel, was ein Gallensteinwachstum begünstigt.

Mein Gallengries und ich

Beim Ultraschall traten die kleinen Gallengrieskörner zutage. Das war eine Diagnose, die ich gar nicht hatte wissen wollen, denn der Grund der Ultraschall-Untersuchung war ein ganz anderer. Da man es mir nun aber mitteilte, konnte ich mich genau so gut mit den winzigen Steinchen anfreunden. Was soll ich auch sonst tun – von allein werden sie wohl nicht verschwinden. Oder doch? Naja, möglich ist das schon…

Die kleinen zirka 1mm großen Körner können bei weitem nicht solche Beschwerden machen wie ihre großen Brüder, die „echten“ Steine. Diese verursachen mitunter starke Schmerzen und Koliken. Aus den Erzählungen meiner weiblichen Vorfahren weiß ich, dass das verdammt wehtun kann. Doch auch Gallengries kann – wenn er wandert – Schmerzen bereiten.

Gallenblase adé? Noch nicht!

Der sicherste Weg, keine Gallensteine mehr zu bekommen, ist die Entfernung der Gallenblase. Denkt man. Stimmt aber nicht, denn Steine können es sich auch im Gallengang gemütlich machen. Die Gallenblase kann minimal-invasiv oder durch einen Schnitt am Bauch entfernt werden. Gallensteine lassen sich außerdem zertrümmern oder durch Medikamente auflösen.

Befindet sich nur ein wenig Gries in der Galle, muss zunächst einmal nichts unternommen werden und wenn keine Beschwerden entstehen, kann man seine Gallenblase schließlich auch behalten.

Gallensteine – was können Sie essen? Teil 2Kerstin WeberVerdauungsorganeGallensteineWer schon Beschwerden mit der Galle hat oder erblich belastet ist, sollte nicht allzu fetthaltig essen, denn dadurch wird mehr Gallensaft produziert, der dann in der Gallenblase herum liegt und aus dem sich – wenn oft genug betrieben – Steine bilden können. Auch das Gegenteil – eine fettarme Kost...