Nicht jeder Mensch, der raucht, bekommt Lungenkrebs.

Nicht jeder Mensch, der Lungenkrebs bekommt, hat geraucht. Immerhin sind es aber 85 Prozent.

Der Zusammenhang besteht nachgewiesenermaßen also relativ häufig. Und die Tendenz ist steigend, zumindest bei Frauen. Erkrankten im Jahr 2008 zirka 15.500 von ihnen an Lungenkrebs, so waren es 2012 bereits 17.700. Bei den Männern blieb die Rate der Neuerkrankungen in etwa gleich. Mehr als drei Viertel der an Lungenkrebs Erkrankten sterben an dieser Krankheit.

Am häufigsten bricht die Krankheit in einem Alter zwischen 60 und 70 Jahren aus. Da heutzutage aber immer mehr junge Menschen rauchen, kann sich diese Grenze in den kommenden Jahren durchaus nach unten verschieben. Außerdem ergaben neuere Forschungen, dass Heranwachsende sehr viel sensibler auf die krebserregenden Inhalte von Zigaretten reagieren.

Mit jedem Tag des Nicht-Rauchens Risiko minimieren

Je mehr geraucht wird, umso höher ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Außerdem spielt es eine Rolle, wie lange man raucht und wie stark die Zigaretten sind.

Wer resignierend sagt: „Ich rauche schon 30 Jahre lang, meine Lunge ist sowieso nicht mehr zu retten!“ hat nicht zwingend Recht. Denn wenn sie morgen aufhören, am Glimmstängel zu ziehen, minimiert sich das Lungenkrebs-Risiko mit jedem Tag. Nach zehn Jahren des Nicht-Rauchens ist das Risiko bereits um zirka 70 Prozent gesunken. Es lohnt sich also in jedem Alter, aufzuhören.

Ihre Mitmenschen erkranken an Ihrem Rauch

Außerdem: Denken Sie an Ihre Mitmenschen! Die wollen nicht rauchen, müssen Ihren Rauch jedoch einatmen und werden so ebenfalls der Gefahr ausgesetzt, an Lungenkrebs zu erkranken. Jährlich sterben mehrere 100 Menschen durch Passiv-Rauchen.

Der Raucher verdrängt die Gefahren für sich und andere. Auch ich war diesbezüglich einmal Meister im Verdrängen. Aber ich habe es geschafft. In dieser Woche jährt sich der Tag, an dem ich das Rauchen aufgab, zum 11. Mal. Wenn ich lese, welche und wie viele giftige Substanzen in Zigaretten sind, wird mir heute noch übel.

Die Gifte in der Zigarette

Giftige und krebserregende Stoffe im Tabak: Allem voran ist da natürlich das Nikotin. Wenn man sich überlegt, dass dieses zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird, lässt sich erahnen, wie es unseren Organismus von innen heraus zerfrisst.

Nicht wesentlich gesünder ist Kohlenmonoxid, es ist sehr giftig und entsteht wie Teer beim Verbrennen des Tabaks. Weitere Substanzen: Benzol, Dioxin, Blausäure, Arsen, Nickel, Blei, Chrom, Pollonium, Nitrosamine etc. (Liste: Hier!)

Neben den giftigen Stoffen finden sich in Zigaretten zudem Substanzen, die durch den Verbrennungsvorgang weitere Schadstoffe erzeugen…

2012 erkrankten 17.700 deutsche Raucherinnen an LungenkrebsKerstin WeberKrebs -- MagazinKrebs,Lungenkrebs,RauchenNicht jeder Mensch, der raucht, bekommt Lungenkrebs. Nicht jeder Mensch, der Lungenkrebs bekommt, hat geraucht. Immerhin sind es aber 85 Prozent. Der Zusammenhang besteht nachgewiesenermaßen also relativ häufig. Und die Tendenz ist steigend, zumindest bei Frauen. Erkrankten im Jahr 2008 zirka 15.500 von ihnen an Lungenkrebs, so waren es 2012 bereits...