Artikel-Serie: Hautkrebs / Teil 4

Eine neue Behandlungsmethode des Malignen Melanoms ist derzeit in der Versuchsphase. In Frankreich manipulierten Forscher die Gene von schwarzen Mäusen, wobei sie durch die direkte Beeinflussung bzw. die Entnahme der beiden Proteine B-RAF und C-RAF erreichten, dass die Mäuse immer heller und schließlich ganz weiß wurden. Bislang war angenommen worden, dass lediglich B-RAF-Proteine aus mutierten B-RAF-Genen die Entwicklung von Malignen Melanomen begünstigen.

Durch die Mutation ist das Gen permanent aktiviert, so dass sich Melanozyten ohne Kontrolle vermehren können. Die Melanozyten sind pigmentbildende Hautzellen, die sich verändern, so dass sich ein Malignes Melanom entwickeln kann.

Momentan werden Maligne Melanome mit einem Kinase-Inhibitor (Kinase = bestimmte Art von Enzymen; Inhibitor = Hemmer) therapiert, wobei das veränderte B-RAF-Protein gehemmt wird.

Nachdem durch die Maus-Versuche nun erkannt ist, dass beide Proteine wichtig für die Aufrechterhaltung des Zellzyklus der Melanozyten-Stammzellen sind, könnten künftig auch das C-RAF-Protein gehemmt werden. Die Wissenschaftler versprechen sich damit eine zurückgehende Rückfallquote bei Malignen Melanomen.

Auch an der Universität Wien werden diesbezüglich erfolgreiche Forschungen an Mäusen betrieben. Bei denjenigen Mäuse, bei denen das C-RAF-Protein unterdrückt wurde, bildeten sich Tumore zurück bzw. es entwickelten sich erst gar keine.

Malignes Melanom: Neue Versuche für künftige TherapieKerstin WeberHautkrebsHautkrebs,Krebs,Malignes Melanom,MutationArtikel-Serie: Hautkrebs / Teil 4 Eine neue Behandlungsmethode des Malignen Melanoms ist derzeit in der Versuchsphase. In Frankreich manipulierten Forscher die Gene von schwarzen Mäusen, wobei sie durch die direkte Beeinflussung bzw. die Entnahme der beiden Proteine B-RAF und C-RAF erreichten, dass die Mäuse immer heller und schließlich ganz weiß...