sparschwein„Wie soll ich das bloß alles schaffen?“, denkt Petra und ihr wird bewusst, dass sie diesen Gedanken in letzter Zeit häufiger hatte. Damit einhergehend ein Gefühl der Beklemmung.

Auf dem Konto sind schon wieder nur noch 50 Euro und der Monat ist noch längst nicht zu Ende. Dabei war sie doch in den letzten Wochen so sparsam.

Petra schaut jeden Sonntag sämtliche Werbeprospekte der Supermärkte durch und läuft mitunter zu fünf verschiedenen, um die Tomaten 20 Cent, die Melone 30 Cent preiswerter zu bekommen.

Existenzangst: 50 Euro im Monat zum Leben

Das geht schon seit Monaten so. Ihr Einkommen ist niedrig, Miete und Nebenkosten hoch. Petra schrieb viele Bewerbungen, um einen besser bezahlten Job zu bekommen – vergeblich. Von etwa 70 % der angeschriebenen Unternehmen bekam sie nicht einmal eine Antwort.

Petras Nebenjob bringt nicht so viel ein, dass es die Lage entspannen könnte. Neulich war wieder eine Reparatur am Auto fällig und in Kürze fällt eine satte Rechnung von 1.000 Euro beim Zahnarzt an. Wie sie das überhaupt bezahlen soll, weiß Petra noch nicht. Denn in schlechten Monaten hat sie gerade einmal 50 Euro zum leben, in besseren 200 Euro.

Die ständige Existenzangst im Nacken lässt Petra nicht mehr ruhig schlafen. Soll sie ihre schöne Wohnung aufgeben? Das Auto verkaufen? Noch kann Petra sich zu diesen Schritten nicht durchringen, bedeuten diese Verluste doch eine Einschränkung ihrer Lebensqualität…

Nicht in passive Strategie verfallen

Immer mehr Menschen leiden heute unter Existenzangst. Das betrifft nicht nur diejenigen, die unterhalb der oder kurz vor der Armutsgrenze leben. Mittlerweile haben – wie im Rahmen von Studien ermittelt wurde – auch schon Menschen aus der Mittelschicht Existenzangst. Angst, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, Angst, dass das Geld irgendwann nicht mehr reicht, Angst dass sie abrutschen…

Soziologen, Psychologen und auch Schuldnerberater raten, in finanziellen Problemsituationen nicht in die so genannte passive Strategie zu verfallen. Bei dieser werden z.B. eingehende Rechnungen ignoriert und die Krise wird verdrängt. Scheinbar verschafft ihnen diese Methode vorübergehend Luft, doch am Ende kommt alles ganz dicke und der Schuldenberg wird unüberwindbar.

Besser ist es, die Krise aktiv anzugehen und wie Petra weiterhin Bewerbungen zu schreiben, sich einen Nebenjob zu suchen und in allen möglichen Bereichen zu sparen. Denn sind erst einmal Schulden gemacht, ist es schwer, wieder aus der Misere heraus zukommen.

Wenn die Existenzangst auf die Seele drücktKerstin WeberPsycheExistenzangst,Seele'Wie soll ich das bloß alles schaffen?', denkt Petra und ihr wird bewusst, dass sie diesen Gedanken in letzter Zeit häufiger hatte. Damit einhergehend ein Gefühl der Beklemmung. Auf dem Konto sind schon wieder nur noch 50 Euro und der Monat ist noch längst nicht zu Ende. Dabei war sie...