Es war eine ungewöhnliche Idee, mit welcher der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg vor einigen Monaten für Diskussionen sorgte: Er wollte, das Softdrinks in Portionen über einen halben Liter in seiner Stadt nicht mehr verkauft werden dürfen, um so die Zucker-Aufnahme zumindest geringfügig zu reduzieren. Hintergrund ist, dass jeder zweite New Yorker zu dick ist. Das Verbot sollte eigentlich ab März dieses Jahres gelten.

Die Frage, die man sich hierzulande stellen mag, ist: Warum NUR und warum gerade Softdrinks? Nun ja – irgendwo muss er ja beginnen, dachte sich Bürgermeister Bloomberg möglicherweise. Das überaus beliebte und genau so ungesunde Fast food zu verbieten, würde ihm wohl kaum möglich sein. Vielleicht wollte er das XXL-Softdrink-Verbot auch gleichzeitig als Anregung zum Nachdenken und somit als einen Beginn verstanden wissen.

Wie auch immer – in letzter Minute wurde das Verbot von einem New Yorker Gericht gestoppt. Es sei willkürlich, hieß es. Bloomberg kündigte daraufhin an, Einspruch gegen die Gerichtsentscheidung einzulegen.

Müssen die New Yorker nun also fett bleiben? Falls sich nichts Entscheidendes ändert, dann wohl ja. Denn wenn ihnen sogar Justitia weiterhin erlaubt, süße Flüssigkeiten in großen Mengen in sich hineinzukippen, kann das ja wohl nicht falsch sein, mögen sie jetzt wahrscheinlich denken.

Jährlich sterben in der Stadt rund 5.000 Menschen an den Folgen ihrer Fettleibigkeit.

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