Medizinischer Masseur ist in Deutschland ein Gesundheitsfachberuf, welcher an einer Massageschule gelehrt wird. Ein Masseur wendet Massagen, Bäder und Elektrotherapie zur Behandlung von Erkrankungen an. Masseure und medizinische Bademeister sind in Krankenhäusern, Kurheimen und Reha-Zentren tätig. Auch in Altenheimen, bei Pflegediensten sowie in Bädern und Saunas bieten sich vielfältige interessante Arbeitsmöglichkeiten für Masseure und medizinische Bademeister. Die Berufsausbildung in diesem Beruf ist durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz seit 1994 geschützt. Die Dauer der Ausbildung an der Berufsschule beträgt zwei Jahre und dient der umfassenden Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen. Es muss eine Prüfung in Form eines Staatsexamens an der Massageschule abgelegt werden. Danach erfolgt noch ein Praktikum von sechs Monaten Dauer zur Vervollständigung der praktischen Ausbildung. Erst dann verleiht die zuständige Behörde das Recht, den Titel Masseur(in) und medizinische(r) Bademeister(in) zu tragen.

Ausbildungsvoraussetzungen sind:  vollendetes 16. Lebensjahr; mindestens Hauptschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung und abgeschlossene  Berufsausbildung von mindestens einjähriger Dauer; ärztliches Gesundheitszeugnis zur Berufseignung.

Masseur und medizinischen Bademeister: Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsinhalte sind:  Grundlagen der Anatomie und Physiologie; Detailwissen zu Muskulatur und Knochenaufbau; Krankheitslehre; Hygiene; verschiedene Massagetechniken und Spezialformen (beispielsweise Reflexzonen- und Unterwasserdruckstrahlmassage); Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie;  Grundlagen und Techniken der Wärme- und Lichtbehandlung; Elektrotherapie;  Strahlenheilkunde; Grundbegriffe und Grundlagen der Badeheilkunde (einschließlich Kneipp’scher Lehre); Verbandslehre; Erste Hilfe; allgemeine und spezielle Berufslehre (einschließlich Berufsethik); berufsrelevante Gesetze und Regelungen im Gesundheitswesen; Verfassen von Berichten und Nutzen von Fachliteratur.

Bis 2003 war auch die medizinische Fußpflege Teil der Ausbildung zum medizinischen Masseur. Seit aber der Medizinische Fußpfleger ein eigenständiger Beruf ist, wird die Fußpflege in der Masseurausbildung nicht mehr mit gelehrt.

Masseur und medizinischen Bademeister: Fortbildungsmöglichkeiten

Einem medizinischen Masseur bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung:  Lymphdrainage und Sportmassage; Fitness-Fachwirt; Fachwirt für soziale Dienstleistungen; Studium im Bereich Sport- oder Medizinpädagogik (nur bei vorhandener Hochschulzugangsberechtigung).

Ausbildung zum Masseur und medizinischen BademeisterLukas SteinHeilmethodenElektrotherapie,Hydrotherapie,Massagetechniken,Medizinischer Masseur,Wärme- und LichtbehandlungMedizinischer Masseur ist in Deutschland ein Gesundheitsfachberuf, welcher an einer Massageschule gelehrt wird. Ein Masseur wendet Massagen, Bäder und Elektrotherapie zur Behandlung von Erkrankungen an. Masseure und medizinische Bademeister sind in Krankenhäusern, Kurheimen und Reha-Zentren tätig. Auch in Altenheimen, bei Pflegediensten sowie in Bädern und Saunas bieten sich vielfältige...