stress studieFür Diskussion sorgte die Studie der Technikerkrankenkasse, deren Ergebnisse kürzlich bekannt gegeben wurden. Untersucht wurde der Stresspegel deutscher Arbeitnehmer. Und der scheint extrem hoch und in den letzten Jahren angestiegen zu sein. So jedenfalls das subjektive Empfinden der Befragten.

Die meisten – und das sind immerhin mehr als die Hälfte – der in der Mitte des Lebens stehenden Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst. Diese Altersgruppe pendelt zwischen Beruf, Kindern und Altenpflege. Bei Ihnen ist der Stresspegel besonders hoch, vier Fünftel empfinden ihr Leben als ganz besonders stressig.

Aber auch in den anderen Altersgruppen wird über den ständig steigenden Stresspegel geklagt, wofür in erster Linie die Anforderungen im Beruf verantwortlich gemacht werden. Immerhin zwei Drittel der Deutschen fühlen so.

Stress: Probleme mit dem Abschalten – keine Entspannung

Viele Menschen glauben, ständig erreichbar sein zu müssen, lassen ihr Mobiltelefon Tag und Nacht an und sind so ständig unter Druck und immer in Alarmbereitschaft. Allein das erzeugt eine permanente Anspannung, die sich u.a. negativ auf den Schlaf auswirkt. Und selbst diejenigen, die nicht rund um die Uhr erreichbar sein wollen oder müssen, haben Probleme mit dem Abschalten, mit dem „Runterkommen“, so dass mitunter nach ein paar Stunden unruhigem Schlaf die Nacht bereits wieder ein Ende hat. Wer müde ist, kann mit Stress jedoch noch schlechter umgehen – ein Teufelskreis. Es gibt keine wirklichen Entspannungsphasen mehr und das schadet auf Dauer der Gesundheit.

Die Studie zeigt auch, dass viele Menschen sich zudem selbst stressen, indem sie alles, was sie tun, 120%ig machen wollen und oft nicht mit sich zufrieden sind und noch mehr leisten wollen, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Eine wichtige Rolle spielen darüber hinaus die zusätzlichen Belastungen, kommen familiäre Probleme, soziale Ängste (wie z.B. die Existenzangst oder Geldmangel), Nichtanerkennung oder sogar Mobbing im Job hinzu, kann der Stresspegel noch einmal extrem ansteigen. Auch das Verhältnis zum Job ist wichtig, macht dieser keinen Spaß, ist das ein bedeutender Negativ-Faktor, der aufs Gemüt schlägt.

Direkter Zusammenhang zwischen Stress und Beschwerden

Der Studie ist zu entnehmen, dass die Beschwerden und Erkrankungen zunehmen, je höher der Stress ist. Die häufigsten Beschwerden sind Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Nervosität, Kopfschmerzen und Depressionen. Deutlich wird außerdem der direkte Zusammenhang zwischen Stress und psychischen Problemen, wie die Zahlen der von Depression und Burn out Betroffenen der letzten Jahre zeigen. Etwa ein Drittel der Menschen fühlt sich der Studie zufolge ausgebrannt, das ist eine beunruhigende Tatsache. Die Krankschreibungen aus psychischen Gründen sind enorm gestiegen, in den letzten sieben Jahren um rund 75 Prozent!

Wichtig ist es, einen positiven Ausgleich zum Stress zu schaffen, sei es durch Meditation, Bewegung oder durch wirkliche Entspannung. Wer in seiner Freizeit neue Kraft für den Job schöpfen kann, wird mit dem täglichen Stress besser umgehen können.

Stress-Studie: Psychisch bedingte Krankschreibungen seit 2006 um 75% gestiegenKerstin WeberPsycheBurn out,Depressionen,Erschöpfung,Schlafstörungen,StressFür Diskussion sorgte die Studie der Technikerkrankenkasse, deren Ergebnisse kürzlich bekannt gegeben wurden. Untersucht wurde der Stresspegel deutscher Arbeitnehmer. Und der scheint extrem hoch und in den letzten Jahren angestiegen zu sein. So jedenfalls das subjektive Empfinden der Befragten. Die meisten – und das sind immerhin mehr als die Hälfte...