Die Methode der Elektrokrampftherapie ist umstritten, doch so manchem unter einer Depression leidenden Menschen hat sie schon geholfen. Viele Patienten, die ein Antidepressivum einnehmen, verspüren keine Besserung, denn diese wirken nicht bei jedem. Was aber soll getan werden, wenn die Krankheit nicht mit Tabletten zu bekämpfen oder zumindest zu lindern ist?

Bevor Antidepressiva auf den Markt kamen, wurde die Elektrokrampftherapie in Kliniken bereits erfolgreich eingesetzt. Danach kam sie nur noch selten zum Einsatz, in Großbritannien und den USA häufiger als in Deutschland.

Bei der Elektrokrampftherapie werden kurze Stromimpulse in einen bestimmten Bereich des Gehirns gegeben, die einen Krampf, einen epileptischen Anfall auslösen.

Forscher gehen davon aus, dass bei besonders schweren Depressionen bestimmte Verbindungen zwischen dem Cortex und dem Limbischen System erzeugt werden, welche mit an der Entstehung der Depression beteiligt sind. Diese Verbindungen, die „normale“ Menschen nicht haben, können als „Hypervernetzungen“ bezeichnet werden.

Elektrokrampftherapie: Hilfe gegen Depression

Mit der Elektrokrampftherapie wird die Hirndurchblutung verbessert, was sich positiv gegen die Depression auswirken kann, außerdem werden vermehrt sowohl Hormone, körpereigene Eiweißstoffe als auch bestimmte Botenstoffe freigesetzt.

Die oben angesprochenen Verbindungen lassen sich mit Hilfe der Elektrokrampftherapie reduzieren, in Studien wurde festgestellt, dass die Depression danach nicht mehr so stark war wie vorher. Wie genau die Methode wirkt, ist jedoch immer noch nicht bis ins Detail geklärt, weshalb weitere Forschungen und Studien notwendig sind.

Elektrokrampftherapie mit Nebenwirkungen

Ein Grund, weshalb die Elektrokrampftherapie nicht so häufig angewendet wird, sind die möglichen Nebenwirkungen, die sich in vorübergehenden Gedächtnisstörungen äußern können. Mitunter verschwinden diese jedoch nicht wieder. Das mag dem einen oder anderen Patienten und Arzt zu riskant sein.

Vor allem bei schweren, lebensbedrohlichen Depressionen wird die Elektrokrampftherapie als angemessene Behandlungsmethode angesehen sowie bei Altersdepression.

Es gibt Patienten, bei denen jedoch generell von einer Elektrokrampftherapie abgeraten wird, z.B. Herzproblemen jeglicher Art, Bluthochdruck und Thrombosen.

Elektrokrampftherapie gegen DepressionenKerstin WeberDepressionenBotenstoffe,Depressionen,Gehirn,HormoneDie Methode der Elektrokrampftherapie ist umstritten, doch so manchem unter einer Depression leidenden Menschen hat sie schon geholfen. Viele Patienten, die ein Antidepressivum einnehmen, verspüren keine Besserung, denn diese wirken nicht bei jedem. Was aber soll getan werden, wenn die Krankheit nicht mit Tabletten zu bekämpfen oder zumindest zu...