salbei 4028mdk09Hyperhidrose setzt sich aus den griechischen Begriffen für „über“ (= hyper) und „Schweiß“ (= hidros) zusammen und bezeichnet eine krankhafte Schweißüberproduktion, die weit über die eigentlichen Funktion des Schwitzens, sprich den Körper zu kühlen, hinausgeht. Die Erkrankung an sich ist schwer zu erkennen bzw. die Abgrenzung zu normalem Schwitzen ist schwierig. Daher spielt die fundierte Diagnose durch einen Arzt/Heilpraktiker eine große Rolle. In Deutschland sind etwa 2 bis 3% der Bevölkerung von Hyperhidrose betroffen.

Hyperhidrose: Primär und sekundär – Die Ursachen

Es werden verschiedene Arten von Hyperhidrose unterschieden. Zunächst einmal erfolgt die Unterscheidung bezüglich der Ursachen für die vermehrte Schweißproduktion.

Bei der primären Hyperhidrose ist die Ursache unbekannt, vermutet wird allerdings, dass diese Form der Erkrankung vererbbar ist. Die sekundäre Hyperhidrose hingegen wird durch eine bestimmte Ursache ausgelöst – zum Beispiel körperliche oder seelische Belastungen oder auch eine Leukämie. Typisch ist diese Form auch als Teil der Wechseljahrbeschwerden bei Frauen. Kennzeichnend ist dabei auch, dass die sekundäre Hyperhidrose wieder vollständig verschwinden kann, wenn die Ursache dafür beseitigt ist.

Hyperhidrose: Fokal und generalisiert

Weiterhin kann auch nach der Lokalisation der Hyperhidrose unterschieden werden – fokal oder generalisiert. Bei der fokalen Form, die häufiger auftritt als die generalisierte, schwitzt der Betroffene vorwiegend an bestimmten Körperregionen, zum Beispiel unter den Achseln, am Kopf, an den Händen oder den Füßen. Wenn das übermäßige Schwitzen sich aber über den gesamten Körper erstreckt, spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose.

Meist treten folgende Formen der Kombination auf: primäre und fokale, sekundäre und generalisierte Hyperhidrose.

Hyperhidrose: Wie lässt sie sich behandeln?

Die Behandlung der Hyperhidrose richtet sich nach Art und Ort der Erkrankung. Bei der sekundären und der generalisierten Form richtet sich der Fokus vor allem auf die Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung, die das übermäßige Schwitzen auslöst. Ist die „eigentliche“ Krankheit ausgeheilt, erübrigt sich meist eine spezielle Therapie gegen das Schwitzen, da der Auslöser für die Hyperhidrose fehlt.

Bei der primären, fokalen Form der Hyperhidrose gibt es je nach betroffener Körperpartie unterschiedliche Therapieverfahren:

  • Hände und Fußsohlen: Diese Körperstellen werden meistens mit einer physikalischen Behandlung therapiert, der sogenannten Iontophorese oder auch Gleichstrombehandlung.
  • Achseln: Bei krankhafter Schweißüberproduktion unter den Achseln hat sich die Injektion von Botulinum-Toxin (Botox) bewährt. Die Behandlung bietet gute Erfolgsaussichten, muss allerdings jährlich wiederholt werden.
  • Die Absaugung der Schweißdrüsen (zum Beispiel unter den Achseln) ist ein Verfahren ähnlich dem einer Fettabsaugung und dient dazu, eine Verringerung der Schweißproduktion zu erreichen.
  • Wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, kann bei sehr schweren Ausprägungen der primären und fokalen Hyperhidrose eine operative Entfernung der Schweißdrüsen durchgeführt werden, um die Schweißüberproduktion zu behandeln.

Tipps gegen das alltägliche Schwitzen

Nicht nur Menschen mit Hyperhidrose schwitzen, auch gesunde Menschen kommen in die unangenehme Situation, dass der Schweiß von der Stirn tropft. Doch mit ein paar ganz einfachen Tipps und Tricks lässt sich das Schwitzen auch im Alltag einfach und effektiv handhaben:

Im Urlaub oder im Hochsommer hilft es, viel zu trinken und leichte und luftige Kleidung aus hellen Farben und dünnen Stoffen wie beispielsweise Leinen oder Baumwolle zu tragen. Dicke Jeansstoffe sollten hingegen gemieden werden.

Auch das Trinken von Salbeitee kann helfen, die Schweißproduktion einzudämmen, ebenso können Sie abgekühlten Salbeitee direkt auf betroffene Hautpartien auftupfen.

Das Auftragen von Babypuder, zum Beispiel unter den Achseln, verhindert zwar nicht, dass man schwitzt, aber die Entstehung von unschönen Schweißflecken wird dadurch eingedämmt. Dies kann gerade bei Bewerbungsgesprächen oder wichtigen Meetings ein großer Vorteil sein.

Bei Schweißfüßen hilft eine regelmäßige Fußpflege in Kombination mit einem lauwarmen Fußbad beispielsweise aus grünen Teeblättern.  Baden Sie Ihre Füße alle zwei Tage für etwa 20 Minuten darin.

Generell sollten Personen, die unter einer vermehrten Schweißproduktion leiden, darauf achten, ihr Köpergewicht zu reduzieren, da Übergewicht ein Auslöser für Schweißattacken sein kann.

Regelmäßiges Sporttreiben ist ebenfalls ein probates Mittel, um übermäßiges Schwitzen zu verhindern. Auch wenn es zu Beginn den Anschein hat, als würde man die Schweißproduktion zusätzlich ankurbeln. Auf lange Sicht gewöhnt sich der Körper an die Anstrengung und braucht fortan immer länger, um ins Schwitzen zu kommen.

Weitere Informationen zur Hyperhidrose finden Sie auf: www.stark-gegen-schwitzen.de/hyperhidrose

Ursachen und Behandlung der HyperhidroseNico AnderssonAndere KrankheitenHyperhidrose,Schweiß,Schweißdrüsen,SchwitzenHyperhidrose setzt sich aus den griechischen Begriffen für „über“ (= hyper) und „Schweiß“ (= hidros) zusammen und bezeichnet eine krankhafte Schweißüberproduktion, die weit über die eigentlichen Funktion des Schwitzens, sprich den Körper zu kühlen, hinausgeht. Die Erkrankung an sich ist schwer zu erkennen bzw. die Abgrenzung zu normalem Schwitzen...