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Das gerade heraus gegebene „Handbuch gegen Krebs – Neues Wissen. Neue Hoffnung. Neue Therapien“ soll Betroffenen die Möglichkeit geben, sich nach der Diagnose Krebs umgehend zu informieren. „Es dient als Orientierungshilfe. Der Schwerpunkt ist die Diagnostik, aber es finden sich auch einige Hinweise zur Prävention sowie zur Nachsorge“, erklärte Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, am Montag bei der Vorstellung des Buches in Berlin.

In der Vergangenheit haben Patienten sich unmittelbar nach der Diagnose Krebs oft alleingelassen gefühlt. Sie waren mit der Situation überfordert, hatten Angst, Panik, fühlten sich hilflos und ohnmächtig. Wenn sie in diesem Moment eine sichere Informationsquelle hätten und einen kompetenten Gesprächspartner, dann würde ihnen das helfen. Im „Handbuch gegen Krebs“ finden Krebspatienten jetzt diese konkrete Hilfe. So können sie nachlesen, was zu tun ist, wo sie die entsprechenden Ärzte und Kliniken finden, wie sie sich verhalten sollen usw.

Auch enthält das „Handbuch gegen Krebs“ Beschreibungen der 35 häufigsten Krebs-Erkrankungen. „Es ist wichtig, dem Patienten die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen“, so Bruns.

Insgesamt haben 60 Experten am „Handbuch gegen den Krebs“ (19,95 Euro, 2 Euro davon gehen an die Deutsche Krebshilfe), das auch einige Geschichten von krebskranken Prominenten enthält, mitgearbeitet. Es wurde herausgegeben von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe.

Infonetz Krebs: Ab sofort kostenfrei anrufen

Beide stellten ebenfalls am Montag das „Infonetz Krebs“ vor. Betroffene können ab sofort die kostenfreie Telefonnummer 0800 / 80 70 88 77 anrufen, um entsprechende Informationen zu ihrer Krankheit zu erhalten. Patienten sollten sich vorab Fragen notieren, die sie dann im Gespräch mit den Experten (u.a. Ärzte, Sozialarbeiter oder in der Pflege erfahrene Menschen) am Telefon besprechen. Nach dem Gespräch wird ihnen ein Info-Paket zugesendet.

„Das Infonetz Krebs soll Informationen liefern, beispielsweise wie mit der Krankheit umzugehen ist, wie mit Arzt zu sprechen ist, auch soziale Fragen und solche zur Pflege werden beantwortet“, sagte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, am Montag in Berlin. „Die betroffenen Menschen sind in Not nach der Diagnose, sie brauchen Informationen, müssen Ärzte finden, sollen erfahren, wie sie sich ernähren sollen, welchen Sport sie treiben können usw.“ Der Anruf beim Infonetz ersetze jedoch nicht das Gespräch mit dem Arzt, so Krämer. Und nicht nur der Patient profitiere vom „Infonetz Krebs“, sondern „gleichzeitig auch der Arzt, wenn er einem aufgeklärten Patienten gegenüber sitzt.“

Krebspatienten können laut Krämer in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter der oben genannten Nummer anrufen. Die Beratungsthemen sind in die vier großen Themenblöcke Krebs behandeln; Soziale Absicherung bei Krebs; Leben mit Krebs sowie Krebsprävention und Krebsfrüherkennung gegliedert.

In Deutschland erkranken jährlich zirka 500.000 Menschen neu an Krebs.

Neu: Handbuch gegen Krebs und Infonetz Krebs Kerstin WeberKrebs -- MagazinDeutsche Krebsgesellschaft,Deutsche Krebshilfe,KrebsDas gerade heraus gegebene „Handbuch gegen Krebs – Neues Wissen. Neue Hoffnung. Neue Therapien“ soll Betroffenen die Möglichkeit geben, sich nach der Diagnose Krebs umgehend zu informieren. „Es dient als Orientierungshilfe. Der Schwerpunkt ist die Diagnostik, aber es finden sich auch einige Hinweise zur Prävention sowie zur Nachsorge“, erklärte Dr....