Guertelrose Original uploader was Fixi at de.wikipediaDer Name Gürtelrose klingt sehr harmlos ist jedoch mit starken Schmerzen verbunden. Die kleinen unscheinbaren Bläschen können sich an Bauch, Oberkörper und Gesicht ausbreiten. Die Hautoberfläche scheint mit Flecken übersät zu sein, welche Bläschen beherbergen, die sich durch ein unangenehmes Brennen äußern. Eine Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die nicht unterschätzt werden sollte und sehr gefährlich werden kann.

Diese ausgesprochen schmerzhafte Krankheit wird von dem Erreger Varicella-Zoster-Virus (VZV) ausgelöst. Die erste Ansteckung erfolgt, wenn die Kinderkrankheit Windpocken auftritt, was statistisch meistens in der Kindheit geschieht. Nach einem Überstehen dieser Kinderkrankheit besteht eine lebenslange Immunität gegenüber den Windpockenviren. Bei einer weiteren Infizierung kann es zu einer Nervenentzündung kommen. Diese Nervenentzündungen führen zu der schmerzhaften Gürtelrose. (Informationen für Gürtelrose-Betroffene zu den Komplikationen der Zoster-Erkrankung)

Gürtelrose-Virus: Varicella-Zoster trickst das körperliche Abwehrsystem aus

Der Gürtelrose-Virus kann nach einer Infizierung durch die Kinderkrankheit Windpocken vom Körper nicht verbannt werden. Der Virus wendet einen Trick an, um das Immunsystem auszutricksen, indem der Virus sich während einer Windpockenerkrankung in die Nervenknoten einnistet. Die Nervenknoten befinden in unmittelbarer Nähe des Rückenmarks, was als sensorische Ganglien bekannt ist. In diesen Nervenfasern schlummern die Varicella-Zoster-Viren ein Leben lang, bis es zu einer erneuten Windpocken-Infizierung kommt oder das Immunsystem geschwächt ist.

Eine Schwächung des Immunsystems tritt aufgrund von zunehmendem Stress in Alltag und Beruf immer häufiger auf. Neben einem beständig anhaltenden hohen Stressfaktor kann die Einnahme von Medikamenten oder eine Immunschwäche wie zum Beispiel durch Aids eine „Aktivierung“ der Gürtelrose-Viren auslösen. Eine Aktivierung führt zu einer nachweislichen starken Vermehrung der VZV in den Nervenzellen. Die entzündeten Nervenzellen äußern sich durch starke Druckempfindlichkeit und Schmerzen. Die Vermehrung führt dazu, dass die Viren zu wandern beginnen und sich auf der Hautoberfläche ausbreiten. Der Schaden, den die Viren an der Haut anrichten, spiegelt sich in Form von roten schmerzhaften Flecken wieder. Die roten Flecken auf der Hautoberfläche verändern sich schließlich in ansteckende Bläschen, die ein unangenehmes bis schmerzhaftes Brennen auslösen.

Gürtelrose tritt hauptsächlich bei Älteren auf

Statistiken haben ergeben, dass jährlich in Deutschland über 350.000 Menschen an Gürtelrose erkranken. Über die Hälfte aller Erkrankungen treten bei Menschen auf, die über 60 Jahre alt sind, was auf das schwächer werdende Immunsystem zurückzuführen ist. Dennoch kann eine Gürtelrose in jedem Alter auftreten. Da eine Gürtelrose von dem Windpocken-Erreger ausgelöst wird, ist es notwendig, die komplette Familie zu schützen.

Über die Hälfte aller Erkrankungen tritt am Rumpf auf, während lediglich jede fünfte Gürtelrose am Kopf ausbricht. Eine Gürtelrose kann neben diesen beiden Körperzonen zudem am Hals, den Armen, dem Inneren der Augen sowie dem Innenohr auftreten. Tritt eine Erkrankung der Augen auf, kann es aufgrund der Aggressivität der Zoster-Viren zu einer starken Schädigung der Horn- und Bindehaut kommen.

Gürtelrose – Die Therapie

Tritt bei jungen Menschen eine Gürtelrose an Beinen, Händen oder Rumpf auf, erfolgt eine Heilung meistens ohne Komplikationen. Eine Gürtelrose-Erkrankung im Kopfbereich gilt in jedem Alter als sehr gefährlich.

Die entzündeten und wunden Hautstellen werden mit Hilfe von Arzneien, die vom Arzt verschrieben werden, behandelt. Im Vordergrund einer Therapie steht das Unterstützen der Heilung und die Verringerung der Schmerzen. Zu Beginn einer Erkrankung, wenn die Bläschen sich gerade erst bilden, können feuchte Umschläge lindern wirken. „Blühen“ die Bläschen bereits, kann das Austrocknen der eitrigen Bläschen mit Hilfe von Zinkoxid-Mitteln unterstützt werden. Die erkrankten Hautbereiche können durch den Einsatz von krustenlösenden Mitteln schneller heilen.

Zusätzlich wird eine Therapie mit sogenannten Virushemmern unterstützt. Diese Virushemmer haben die Aufgabe, eine Vermehrung der Varicella-Zoster-Viren verhindern. Die Verringerung der Virus-Vermehrung kann die Heilung positiv beeinflussen. Gerade bei älteren Menschen kann diese kombinierte Therapie sehr wirkungsvoll sein.

Gürtelrose und Sport

Aufgrund der Entzündung der Nervenzellen und Hautbereiche ist eine Gürtelrose ausgesprochen schmerzhaft. Die starken Schmerzen sind ein Grund, weswegen ein Ausführen von Sport nahezu unmöglich ist. Entscheidet man sich dennoch für den Sport, könnte dies lebensgefährlich sein. Eine Gürtelrose bringt den Körper in einen Ausnahmezustand, was das Immunsystem stark schwächt. Grundsätzlich empfehlen Ärzte Schonung, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, sich auf die Heilung zu konzentrieren und um Komplikationen vorzubeugen.

Gürtelrose – Aktuelle Forschungen

Trotz jahrelanger Forschung existiert bis zum heutigen Tag kein Impfstoff gegen eine Gürtelrose-Erkrankung. Der Grund für die intensiven Forschungen sind in erster Linie die Nervenschmerzen, die bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Es gibt jedoch einen Impfstoff gegen Herpes Zoster. Das Risiko einer Erkrankung an Gürtelrose kann mit Hilfe dieser Impfung um die Hälfte reduziert werden, was durch eine umfangreiche Studie des ShinglesPrevention Study Group dokumentiert wurde. Alle Testpersonen, die während der Studie an Gürtelrose erkrankt sind, wiesen deutlich leichtere Beschwerden auf. Auch die Gefahr von anhaltenden Nervenschmerzen konnte um zwei Drittel verringert werden.

Der Impfstoff wurde in den USA durch die Europäische Kommission in dem Jahr 2006 zugelassen. In Deutschland hingegen war er erst 2009 verfügbar und die zu Beginn des Jahres 2010 wurde der Impfstoff von der sächsischen Impfkommission aufgenommen. Mittlerweile gehört die Herpes Zoster-Impfung zu den Impfungen, die von Ärzten empfohlen werden.

Gürtelrose – gefährlich und sehr unangenehmM.Foerster und L.SchnurbusAndere KrankheitenGürtelrose,Herpes Zoster,Impfung,Nervenzellen,Viren,WindpockenDer Name Gürtelrose klingt sehr harmlos ist jedoch mit starken Schmerzen verbunden. Die kleinen unscheinbaren Bläschen können sich an Bauch, Oberkörper und Gesicht ausbreiten. Die Hautoberfläche scheint mit Flecken übersät zu sein, welche Bläschen beherbergen, die sich durch ein unangenehmes Brennen äußern. Eine Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die nicht...