DSCN0492Was am befruchteten Hühner-Ei bereits nachgewiesen ist, lässt sich seit zirka einem Jahr auch beim Menschen wissenschaftlich nachvollziehen: Der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan (Senföl), der sich vor allem in Kreuzblütlern findet, greift Tumorstammzellen an, so dass die Krebsgeschwulst zurückgeht.

Die Versuche mit den Hühnereiern machten Hoffnung: Den in diesen herangezüchteten Bauchspeicheldrüsentumoren wurde Sulforaphan aus Brokkoli injiziert, woraufhin sich die Tumore zurück bildeten. Nicht vollständig jedoch.

Wurde diese Injezierung mit einer Chemotherapie kombiniert, d.h. das Chemotherapie-Mittel ebenfalls in das vom Tumor befallene Hühner-Ei injiziert, so ging der Tumor vollständig zurück. Das funktioniert, weil Sulforaphan den Krebs sozusagen mit der Wurzel beseitigt, sprich an den Stammzellen schädigt und auf diese Weise unschädlich macht, so dass sich an dieser Stelle kein neuer Tumor bilden kann.

Brokkolisprossen in hochkonzentrierter Form gegen den Tumor

Die Tests werden bislang vor allem bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs vorgenommen. Gerade diese Krebsart ist besonders heimtückisch, weil sie oft erst festgestellt wird, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben.
Den Patienten wurde Pulver aus Brokkolisprossen in hochkonzentrierte Form verabreicht, erste Erfolge konnten bereits erzielt werden.

In Brokkoli- und anderen Sprossen von Kreuzblütlern ist der Anteil an Sulforaphan höher als in der ausgewachsenen Gemüsepflanze. Außerdem kann man die Sprossen roh verzehren, während Brokkoli nur gekocht genießbar ist. Beim Kochen werden zudem nicht nur Vitamine, sondern auch das Sulforaphan zerstört bzw. geschwächt. Zwar lässt sich die Substanz mit der Beigabe eines frischen Kreuzblütlers wieder aktivieren, doch kann der Krebspatient sicherheitshalber gleich zu den Sprossen greifen.

Sulforaphan findet sich neben Brokkoli in allen weiteren Kohlarten sowie in Kresse, Meerrettich, Radieschen, Rettich, Rucola und Senf.

Nicht nur bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist der Verzehr von Brokkoli & Co von Vorteil, auch bei Prostatakrebs zeigte sich eine Verbesserung, wenn der Patient mehrmals pro Woche reichlich Kreuzblütler speiste. Anhand von Studien ließ sich ferner eine präventive Wirkung nachweisen. Danach gilt die Faustregel: Wer viele diese Kreuzblütler isst, ist weniger tumoranfällig.

Brokkolisprossen gibt es in Garten-Centern sowie bei diversen Händlern im Internet. Auf der Fensterbank lassen sie sich leicht selbst ziehen.

Kerstin WeberForschungsergebnisseBauchspeicheldrüsenkrebs,Brokkoli,Brokkolisprossen,Krebs,Prostatakrebs,Sulforaphan,TumorWas am befruchteten Hühner-Ei bereits nachgewiesen ist, lässt sich seit zirka einem Jahr auch beim Menschen wissenschaftlich nachvollziehen: Der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan (Senföl), der sich vor allem in Kreuzblütlern findet, greift Tumorstammzellen an, so dass die Krebsgeschwulst zurückgeht. Die Versuche mit den Hühnereiern machten Hoffnung: Den in diesen herangezüchteten Bauchspeicheldrüsentumoren...