schilddrüse Drahreg01Ärzten des Klinikum Frankfurts (Nuklearmedizin) gelingt es seit kurzem, kalte Knoten in der Schilddrüse ohne Operation zu zerstören. Da eine Operation an diesem sensiblen Organ nicht ohne Risiken ist, suchten Wissenschaftler seit geraumer Zeit nach guten Alternativen. Die minimal-invasive Thermoablation ist eine solche.
Die Idee ist dabei gar nicht neu, angewendet wurde die Methode bislang bereits bei Tumoren in Leber, Nieren und Lunge.

Seit einigen Monaten werden Patienten im neu gegründeten Schilddrüsenzentrum (DZTA) des Uniklinikums Frankfurt Main mit der Thermoablation behandelt. Mit Erfolg!

Thermoablation: Drei verschiedene Verfahren

Unterschieden werden drei Verfahren der Thermoablation: Ultraschalltherapie, Radiofrequenzablation und Mikrowellenablation. Welche der drei Methoden bei welchem Patienten zum Einsatz kommt, entscheiden die Ärzte individuell.
Bei der Thermoablation werden kalte Knoten in der Schilddrüse durch Hitze zerstört. Das kranke Gewebe wird je nach Methode mit einer Sonde, durch Ultraschall oder Mikrowelle auf eine Temperatur von 60 bis 80 Grad erhitzt und auf dieser Weise zerstört. Der Körper ist in der Lage, das zerstörte Gewebe im Anschluss abzubauen.

Nach den positiven Ergebnissen der Behandlung mit Thermoablation bei kalten Knoten wenden die Ärzte des DZTA mittlerweile auch erfolgreich bei heißen Knoten an.

Ganz ohne Risiken ist auch diese Methode nicht, so können Nachbarorgane wie beispielsweise die Stimmbänder beschädigt werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden die Eingriffe auf dem Monitor überwacht.

In Deutschland leiden 15 Millionen Menschen unter einer Erkrankung der Schilddrüse. Bei kalten und heißen Knoten bildet die Thermoablation eine echte Alternative zur Operation. Die Krankassen zahlen momentan jedoch nur einen Teil der Behandlungskosten.

Kerstin WeberHeilmethodenDZTA,kalte Knoten,Schilddrüse,ThermoablationÄrzten des Klinikum Frankfurts (Nuklearmedizin) gelingt es seit kurzem, kalte Knoten in der Schilddrüse ohne Operation zu zerstören. Da eine Operation an diesem sensiblen Organ nicht ohne Risiken ist, suchten Wissenschaftler seit geraumer Zeit nach guten Alternativen. Die minimal-invasive Thermoablation ist eine solche. Die Idee ist dabei gar nicht neu,...