ZwiebelnIst die Schleimhaut der unteren Atemwege entzündet, spricht man von einer Bronchitis. Husten, Fieber und Schwächegefühl sind dabei typische Symptome. Meistens wird die Bronchitis von Viren oder Bakterien ausgelöst und sie tritt oftmals zusammen mit anderen Erkrankungen wie beispielsweise Grippe auf. Auch wenn der Körper in der Regel selbst in der Lage ist, eine Bronchitis zu überwinden, sollte man ihn mit geeigneten Mitteln unterstützen und ihn schonen. Sonst kann eine gefährliche Ausweitung der Infektion drohen.

Bronchialsystem, Bronchien und Bronchiolen

Bei unseren Atmungsorganen unterscheidet man die Teile der Atemwege, die dem reinen Lufttransport dienen wie die Luftröhre oder die Nase und den Teilen, in denen tatsächlich der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen Atemluft und Gewebe stattfindet.

Bei der Atmung gelangt die Luft über Nase und Mund in die Luftröhre. Von dort aus wird sie über röhrenförmige, sich immer weiter verzweigende Bronchien in der Lunge verteilt. Die feinen, dünnen Verzweigungen am Ende der Atemwege werden als Bronchiolen bezeichnet, sie führen schließlich zu den Lungenbläschen, in denen der Gasaustausch stattfindet. Der Begriff Bronchialsystem beschreibt die Gesamtheit der Luftwege innerhalb der Lunge.

Bronchitis: Entzündung der bronchialen Schleimhaut

Bei einer Bronchitis sind die Schleimhäute der Bronchien entzündet. Diese Entzündungen können durch Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen entstehen, aber auch ganz ohne eine Infektion mit Erregern auftreten. Eine akute Bronchitis geht meist mit einer Erkältung oder Grippe einher.

Die Entzündung des Gewebes führt zunächst zu einem trockenen Husten und später zu einem Anstieg der Schleimproduktion in den Atemwegen. Dieser Schleim soll dabei helfen, Erreger aus den Bronchien abzutransportieren. Er kann durch die Bewegungen feiner Flimmerhärchen Richtung Luftröhre befördert werden und wird schließlich durch das Husten aus der Lunge hinaus zum Mundraum transportiert. Neben dem Hustenreiz treten bei einer Bronchitis oftmals auch allgemeine Krankheitssymptomen wie Fieber, Kraftlosigkeit und Müdigkeit auf.

Auch wenn sich eine akute Bronchitis in den meisten Fällen nach einigen Tagen von selbst wieder bessert, sollte man die Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn eine unbehandelte Atemwegsentzündung kann sich leicht weiter ausbreiten und sich in den Organen festsetzen. Es droht eine oftmals gefährliche Lungenentzündung oder die Entwicklung von einer akuten zu einer chronischen Bronchitis.

Bronchitis effektiv behandeln oder sogar vorbeugen?

Eine akute Bronchitis lässt sich meist gut behandeln. In erster Linie sollte man auf Schonung und Ruhe setzen, dann bessert sich der allgemeine Gesundheitszustand meist schon schnell von alleine. Unter den frei verkäuflichen Hustenmedikamenten, existieren verschiedene Hustenlöser und Hustenstiller, Hustensaft sowie Tabletten oder Kapseln, die oftmals auf bewährte, pflanzliche Wirkstoffe setzen. Besonders geeignet sind hierbei antientzündliche sowie krampf- und schleimlösende Mittel, die den Abtransport der entzündungsauslösenden Erreger fördern.

Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl an Hausmitteln, die seit Generationen verwendet und weitergegeben werden. Hierzu zählt klassischerweise die Einnahme von Zwiebelsaft. Hierfür werden Zwiebeln mit Honig erhitzt und ein Esslöffel des Suds mehrmals täglich eingenommen. Die Zwiebeln sollen dabei helfen den Schleim zu lösen und damit das Abhusten zu erleichtern. Auch ein einfacher Kräutertee oder das Inhalieren von Kräuterdämpfen haben sich bewährt.

Hält die Bronchitis mehrere Tage an, ohne sich zu bessern oder tritt sie häufig und in kurzen Abständen auf, sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Er kann eine genaue Diagnose stellen und die geeigneten Medikamente verschreiben. So kann bei einer bakteriellen, schwerwiegenden Infektion die Einnahme von Antibiotika notwendig werden.

Vorbeugen lässt sich einer akuten Bronchitis nie komplett. Wenn im Winter wieder Erkältungs- und Grippewellen auf uns zurollen, ist es schwierig sich hundertprozentig vor einer Ansteckung zu schützen. Natürlich ist es ratsam, sich nach dem Bahn-, Bus- oder Tram-Fahren die Hände zu waschen oder größere Menschenmengen zu meiden, um erst gar nicht mit Erregern näher in Kontakt zu kommen. Jedoch kann man sich auch nicht den ganzen Winter über einsam in seiner Wohnung verbarrikadieren.

Hilfreicher ist es hingegen seine Abwehrkräfte zu stärken: Setzen Sie auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Verzichten Sie auf Rauchen und gehen Sie lieber an die frische Luft. Denn mit einem gestärkten Immunsystem vermeiden Sie nicht nur eine Bronchitis, sondern sind auch vor anderen Erkrankungen bestens gefeit.

Nico AnderssonAndere KrankheitenIst die Schleimhaut der unteren Atemwege entzündet, spricht man von einer Bronchitis. Husten, Fieber und Schwächegefühl sind dabei typische Symptome. Meistens wird die Bronchitis von Viren oder Bakterien ausgelöst und sie tritt oftmals zusammen mit anderen Erkrankungen wie beispielsweise Grippe auf. Auch wenn der Körper in der Regel selbst...