gehirnStoffwechselstörungen im Gehirn oder im Darm, psychische oder exogene Ursachen werden als Gründe für die Entstehung von Depressionen angenommen.
Jetzt lieferten Forscher der Uniklinik Freiburg eine weitere mögliche Ursache für die Krankheit, unter der etwa vier Millionen Deutsche leiden.

Bei Ihrer Untersuchung der Nervenzellen von depressiven sowie gesunden Menschen stießen sie auf einen interessanten Fakt: Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen einer Depression und der synaptischen Plastizität. Das ist die Ausprägung der Fähigkeit des Gehirns, „die Übertragung zwischen Nervenzellen an neue Reize anzupassen“ (Artikel Uni-Klinik Freiburg).

Depression: Verminderte synaptische Plastizität ist Ursache und nicht Folge

Die Nervenzellen im Gehirn vernetzen sich bei einer depressiven Episode langsamer als normal.
An ihren Probanden konnten die Wissenschaftler feststellen, dass, je geringer die synaptische Plastizität, umso höher die Wahrscheinlichkeit ist, an einer Depression zu erkranken.
Sie gehen sogar so weit, zu behaupten, dass die verminderte synaptische Plastizität direkt zu einer Depression führt.

Anhand ihrer Versuche stellten die Forscher fest, dass ihre untersuchten Patienten, die an einer Depression leiden, eine geringere synaptische Plastizität aufweisen als die ebenso untersuchten gesunden Menschen. Jetzt könnte vermutet werden, dass vielleicht die Depression eine Verminderung der synaptischen Plastizität bewirkt und nicht umgekehrt. Das ließ sich jedoch ausschließen, da nach der depressiven Episode die entsprechende Aktivität im Gehirn der Probanden wieder völlig normal war.

Was man noch weiß, ist, dass Antidepressiva sowie die bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz kommende Elektrokrampftherapie einen ebenso günstigen Einfluss auf die synaptische Plastizität haben.

Kerstin WeberDepressionenDepressionen,Nervenzellen,Neuvernetzung,synaptische Plastizität,Uniklinik FreiburgStoffwechselstörungen im Gehirn oder im Darm, psychische oder exogene Ursachen werden als Gründe für die Entstehung von Depressionen angenommen. Jetzt lieferten Forscher der Uniklinik Freiburg eine weitere mögliche Ursache für die Krankheit, unter der etwa vier Millionen Deutsche leiden. Bei Ihrer Untersuchung der Nervenzellen von depressiven sowie gesunden Menschen stießen sie...