kohlrabi im BecherDa kam ich eines Morgens in den Garten und was sah ich? Meine Kohlrabi-Pflanzen hatten keine Blätter mehr! Beziehungsweise nur noch Rudimente davon. „Oh nein!“, dachte ich, „wer frisst denn hier herum?“
Mein erster Gedanke war: Kaninchen. Kürzlich hatte ich gerade erst zwei draußen über die Straße hoppeln sehen. Und ab und an hinterlassen sie verräterische Spuren auf den Beeten.
Ein Nachbar meinte, wenn das Kaninchen gewesen wären, dann hätten sie alles ratzekahl abgefressen. Er tippte auf Schnecken. Und zwar nicht irgendwelche, sondern die aus dem Mittelmeerraum eingeschleppten Nacktschnecken. Die kommen des nachts auf leisen, glitschigen Sohlen und bedienen sich.
Schon überlegte ich, ob ich sofort einen Schneckenzaun kaufe oder alles über Nacht mit Flies abdecke. Zunächst aber versuchte ich es mit Plastebechern, die ich mit kleineren oder größeren Belüftungslöchern an der Oberseite versehen über die Blätter stülpte. Als Dauerlösung taugt das freilich nicht.

„Die Schnecken kommen erst später!“

Bevor ich zum Schneckenzaunkauf schreiten konnte, unterhielt ich mich mit einem anderen Nachbarn über das unerhörte, mysteriöse Geschehen. Er meinte nun wiederum, es seien die Vögel. Amseln, Stare und andere fliegende Wesen selbiger Gattung. „Die Schnecken kommen erst später“, ließ er mich noch wissen.

Kaninchen, Schnecken, Vögel – ich habe wirklich nichts gegen diese netten Tierchen. Aber in meinem Garten dulde ich sie nur als eilende Durchreisende. Dort habe ICH gesät. Dort habe ICH gepflanzt. Dort will ICH ernten! 🙂

Kerstin WeberSelbstversorger – GartenKaninchen,Kohlrabi,Nacktschnecken,Schneckenzaun,VögelDa kam ich eines Morgens in den Garten und was sah ich? Meine Kohlrabi-Pflanzen hatten keine Blätter mehr! Beziehungsweise nur noch Rudimente davon. „Oh nein!“, dachte ich, „wer frisst denn hier herum?“ Mein erster Gedanke war: Kaninchen. Kürzlich hatte ich gerade erst zwei draußen über die Straße hoppeln sehen. Und...