ImmunzellenIm kommenden Jahr beginnt am Universitäts-Klinikum Dresden eine Studie, bei welcher zwölf Patienten mit einer neuen Therapie gegen Leukämie behandelt werden.

Forschern des UniversitätsKrebsCentrums Dresden gelang es, körpereigene Immunzellen genetisch auf eine Weise zu verändern, dass diese Krebszellen vernichten können. Und nicht nur einige wenige, sondern viele.
Die neuen Medikamente, mit denen die Patienten der Studie geimpft werden sollen, werden also aus Zellen des eigenen Körpers hergestellt. Diese werden mit einem das Gen verändernden Verfahren zu Killerzellen umfunktioniert. Erst diese Killerzellen sind dann in der Lage, die Krebszellen zu vernichten. Sind die Killerzellen geimpft, schlafen sie jedoch zunächst einmal.

Killerzellen können jederzeit wieder geweckt werden

Durch die Verabreichung einer speziellen Eiweiß-Substanz, durch welche die Killerzellen die Krebszellen zudem auch erkennen können, werden sie schließlich aktiviert.
Ist das Ziel erreicht – die Vernichtung der entarteten Zellen – werden die Killer wieder in den Schlafmodus zurückversetzt. Sie können jedoch jederzeit wieder geweckt werden. Genau das ist die eigentliche Neuheit, wie Professor Gerhard Ehninger und Professor Michael Bachmann vom UniversitätsKrebsCentrum Dresden jetzt in einem Interview mit dem ZDF äußerten.

Und diese Neuheit bringt dem Patienten einen erheblichen Vorteil, denn  sollten im Körper des ehemals Erkrankten nach Jahren wieder Krebszellen auftauchen, kann sofort reagiert werden. Und dies sogar, wenn jetzt eine andere Krebsart vorliegt. Ja, sogar Metastasen können die wieder zum Leben erweckten Killerzellen vernichten.
Das ist ein bedeutender Fortschritt zur bisherigen Forschung.
Und diese wird seit vielen Jahren betrieben, im Prinzip, seit bekannt ist, dass unser Immunsystem in der Lage ist, fremdartige Substanzen zu bekämpfen. In zahlreichen Versuchen programmierten Wissenschaftler bereits Immunzellen um, bislang vor allem, damit diese die so genannten T-Zellen, welche für die Vernichtung von Krebszellen verantwortlich sind, aktivieren. Das funktionierte in den vergangenen Jahren jedoch lediglich für eine gewisse Zeit, denn nach und nach wurde die Immunabwehr stets wieder schwächer, so dass die behandelten Patienten nach jeweils sechs Monaten erneut geimpft werden mussten.

Kerstin WeberForschungsergebnisseImmunzellen,Killerzellen,Krebs,Krebszellen,Leukämie,UniversitätsKrebsCentrum DresdenIm kommenden Jahr beginnt am Universitäts-Klinikum Dresden eine Studie, bei welcher zwölf Patienten mit einer neuen Therapie gegen Leukämie behandelt werden. Forschern des UniversitätsKrebsCentrums Dresden gelang es, körpereigene Immunzellen genetisch auf eine Weise zu verändern, dass diese Krebszellen vernichten können. Und nicht nur einige wenige, sondern viele. Die neuen Medikamente, mit...