9707547692_22f2499ea2_cEine sensible Blase kann viele Ursachen haben: Einen schwachen Schließmuskel, möglicherweise ausgelöst durch eine Geburt, die Wechseljahre oder manchmal auch Lachen, Niesen und Husten. Viele Betroffene fühlen sich durch den falsch ausgelösten Befehl zum Wasserlassen stark eingeschränkt und fürchten sich manchmal sogar, für eine längere Zeit das Haus zu verlassen. Erste Abhilfe können in einigen Fällen geeignete, diskrete Einlagen bieten, die für Frauen mit sensibler Blase entwickelt wurden. Am besten ist es jedoch, umsichtig vorzubeugen. Wie das geht? Durch  das Trainieren des Beckenbodens.

Was leistet der Beckenboden?

Einen Teil des Beckenbodens – den Damm – kann man relativ einfach abtasten. Er liegt zwischen Scheide und After bei der Frau bzw. zwischen Hodensack und After beim Mann. Seine Aufgaben umfassen unter anderem die Unterstützung der Schließmuskulatur von After und Harnröhre. Des Weiteren sorgt er dafür, dass die jeweilige Muskulatur dem Druck bei plötzlichen körperlichen Belastungen wie Husten und Niesen standhält. Zudem gibt der Beckenboden den inneren Organen Halt.

Übungen zum Trainieren des Beckenbodens

Aufgrund des Zusammenspiels von Zwerchfell und Beckenboden, sollte man bei der Durchführung von Beckenbodenübungen vor allem auf die Atemtechnik achten.  Das Zwerchfell senkt sich beim Einatmen und hebt sich beim Ausatmen parallel zum Beckenboden. Ohne die richtige Atemtechnik kann sich die Beckenbodenmuskulatur nur schwer entspannen und die benötigte Kraft für das Zusammenziehen aufbringen.

Übung für den Einstieg: Während des Wasserlassens kann der Urinstrahl kurz unterbrochen werden. Diese Übung eignet sich vor allem zu Beginn des Beckenbodentrainings, um ein Gefühl für die Beckenbodenmuskulatur zu entwickeln. Auf lange Sicht kann das künstliche Unterbrechen des Strahls jedoch zu einem verspannten Beckenboden führen, daher sollte diese Übung nicht zu häufig wiederholt werden.

Übung 1: Der Rücken wird rund gemacht und die Muskeln rund um den After nach innen gezogen. Danach zählt man langsam bis zehn und entspannt die Muskeln wieder. Po- und Bauchmuskeln wirken hier nicht mit. Am besten ist es, die Übung etwa drei Mal täglich in 10er-Einheiten zu wiederholen.

Übung 2: Das Becken kann nach vorne gekippt werden, sodass ein Hohlkreuz entsteht. Dadurch werden die Muskeln rund um die Harnröhre angespannt. Dann atmet man aus und entspannt sich und die Muskeln. Auch hier gilt: Den entsprechenden Erfolg bringen drei Einheiten pro Tag mit jeweils 10 Wiederholungen.

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A. N.HeilmethodenEine sensible Blase kann viele Ursachen haben: Einen schwachen Schließmuskel, möglicherweise ausgelöst durch eine Geburt, die Wechseljahre oder manchmal auch Lachen, Niesen und Husten. Viele Betroffene fühlen sich durch den falsch ausgelösten Befehl zum Wasserlassen stark eingeschränkt und fürchten sich manchmal sogar, für eine längere Zeit das Haus zu...