sport-herzViele Menschen glauben, dass sie sich bei bestimmten Beschwerden oder Krankheiten nicht sportlich betätigen dürfen. Der Rücken schmerzt, also am besten nicht bewegen. Die Knie tun weh, also bloß nicht aufs Fahrrad. Der Blutdruck ist zu hoch, also keine körperliche Anstrengung. Das Herz arbeitet nicht richtig, also auf der Couch schonen. Diese weit verbreiteten Meinungen sind falsch. Denn für all diese Beschwerden und Erkrankungen ist Bewegung nicht nur nicht schädlich, sondern sogar gut.

Welche Sportarten sind bei Herz-Erkrankungen günstig?

Natürlich muss differenziert werden, nicht jede Sportart wirkt sich positiv auf das Herz aus.  Bei Erkrankungen jeglicher Art sollten Sie auf jeden Fall mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker die sportliche Taktik besprechen.

Generell lässt sich unabhängig von den verschiedenen Herz-Erkrankungen festhalten: Menschen, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, können sich durchaus sportlich betätigen. Wichtig ist die Frage nach dem Was und dem Wie. Dabei sollte Folgendes beachtet werden:
Für das Herz gibt es zwei Möglichkeiten, Blut durch den Körper zu pumpen:

1. durch die Erhöhung der Herzfrequenz (Herz schlägt häufiger),
2. durch die Erhöhung des Schlagvolumens (pro Herzschlag wird mehr Blut gepumpt).

Die zweite Variante ist die günstigere für Herz-Patienten. Zwischen den Herzschlägen kann sich das Herz besser erholen als bei der ersten. Wenig günstig sind also Sportarten mit ungleichmäßiger Belastung, bei denen es zu Spitzen kommt, wie beispielsweise bei einem Sprint, aber auch bei Fußball u.ä. Wichtig ist, dass sich der Puls gleichmäßig erhöht, dann auf einem bestimmten Niveau bleibt und nicht in ungesunde Höhen schießt. Günstige Sportarten sind demzufolge Ausdauersportarten wie Walken, Nordic walking, Radfahren, Schwimmen und Skilanglauf.

Bewegung in einer bestimmten Belastungs-Zone

Doch selbst bei diesen Sportarten können Fehler gemacht werden. Beispiel Radfahren. Bei steilen Anstiegen geht der Puls nach oben, das Herz pumpt schneller – für Herz-Patienten fatal. Radfahren ist nur in der Ebene zu empfehlen. Wichtig ist es wirklich, auf die Gleichmäßigkeit der Bewegung zu achten. Nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell. Und: Nicht den Helden spielen nach dem Motto: Diesen Berg schaffe ich!
Hilfe kann das Verwenden eines Pulsmessgerätes bringen. An diesem können Sie einstellen, in welcher Belastungs-Zone Sie sich bewegen wollen. Sind Sie darunter oder darüber, signalisiert das Gerät dies mit Warntönen. Ihre individuelle gesunde Belastungs-Zone sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt/Heilpraktiker heraus finden.
Neben der Gleichmäßigkeit der Bewegung ist auch die Regelmäßigkeit von großer Bedeutung. Empfohlen wird zwei bis drei Mal die Woche zirka 30 Minuten. Aber: Beginnen Sie mit 10 oder 15 Minuten und sprechen Sie auch darüber mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

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Kerstin WeberBewegungBewegung,Herz,SportViele Menschen glauben, dass sie sich bei bestimmten Beschwerden oder Krankheiten nicht sportlich betätigen dürfen. Der Rücken schmerzt, also am besten nicht bewegen. Die Knie tun weh, also bloß nicht aufs Fahrrad. Der Blutdruck ist zu hoch, also keine körperliche Anstrengung. Das Herz arbeitet nicht richtig, also auf der...