obstNatürliches Obst enthält Fruchtzucker, wie wir wissen. Es wird uns ja permanent erzählt. Neuerdings nur noch mit erhobenem Zeigefinger. Und dem Hinweis, wie schädlich der Fruchtzucker doch sei. Dabei wird jedoch nicht differenziert und der Fruchtzucker prinzipiell verteufelt. Die Folge ist eine Hysterie, die jeglicher Grundlage entbehrt und Menschen dazu bringt, kein Obst mehr zu essen.

Ballaststoffe verlangsamen die  Abgabe der Fructose ins Blut

Was nicht gesagt wird bei dieser künstlich gepushten Verteufelung des Fruchtzuckers, ist die Tatsache, dass in natürlichem Obst noch andere Stoffe enthalten sind, die der schnellen Auflösung des Fruchtzuckers im Darm entgegenarbeiten: Die Ballaststoffe. Mit diesen schießt die Fructose nicht so schnell ins Blut, wie sie das ansonsten tun würde. Die Natur hat im natürlichen Lebensmittel Obst quasi gleich das Zucker-Gegenmittel eingebaut.

Ballaststoffe sind gesund, sie

  • regen die Verdauung an,
  • sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel langsam ansteigt,
  • sättigen,
  • binden Cholesterin und
  • binden Giftstoffe

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In der Tabelle sind einige Obstsorten mit den enthaltenen Ballaststoffen (in Gramm pro 100 Gramm) aufgeführt.

Apfel Banane Birne Brombeeren Kiwi Mango
2,4 1,8 3,0 4,0 2,0 1,7
Orange Papaya Pfirsich Pflaumen Schwarze Johannisbeeren
1,4 1,4 2,4 1,4 3,8

Quelle: http://www.bmi-rechner.net/kalorientabelle.htm

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Ungesund ist nicht die Orange, sondern der Orangensaft

Die Natur ist also klug. Und wie sich zeigt, sehr viel klüger als der Mensch. Denn der Mensch extrahiert nun die guten Ballaststoffe vom Fruchtzucker, indem er beispielsweise Fruchtsäfte herstellt, und wundert sich dann auch noch, wenn es schiefgeht.

Beispiel: Um ein Glas frisch gepressten Orangensaft zu bekommen, benötigen Sie etwa 5 Orangen. Diese Menge würden Sie niemals auf einmal essen, es versteht sich von selbst, dass das nicht gut und gesund sein kann. Aber fälschlicherweise finden es viele Menschen immer noch schick, sich zum Frühstück ein Glas frisch gepressten Orangensaft zu „gönnen“.

Noch schlimmer wird es, wenn zusätzlich Zucker hinzugefügt wird, wie es bei vielen handelsüblichen Fruchtsäften der Fall ist. Das ist dann natürlich Zucker pur. Von diesen Säften bekommen sowohl Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse Schreikrämpfe. Dazu kommt dann nicht selten weitere ungesunde Nahrung mit viel Zucker.

Die verarbeiteten Lebensmittel mit Zuckerzusatz machen dick, nicht die natürlichen

Wer sich so ernährt, muss sich nicht wundern, dass die Blutzuckerwerte rasant ansteigen, so dass die Bauchspeicheldrüse heftig Insulin ausschütten muss. In der Eile stellt sie zu viel davon zur Verfügung, woraufhin sie wiederum arbeiten muss, indem sie das Gegenhormon Glukagon ausschüttet. Das wiederum lässt den Blutzuckerspiegel in den Keller rauschen, der Organismus wird somit unterzuckert, braucht erneut und sofort Zucker (Sie haben Heißhunger). Tja und so geht das immer weiter. Sie werden nicht nur krank, sondern auch dick.

Dieser gerade beschriebene Akt hat aber nichts mit dem Fruchtzucker zu tun, sondern mit der falschen Ernährungsweise, bei welcher viel zu viel isolierter Zucker verzehrt wird.

Lassen Sie den Zucker in seiner natürlichen Umgebung – also z.B. in einem Apfel mit den Apfel-immanenten Ballaststoffen, dann wird er Ihnen auch nicht schaden!

Sie können und sollten also weiterhin Obst essen, natürliches unverarbeitetes Obst, denn dann – und das ist ja für viele Menschen der wichtigste Grund – macht es Sie auch nicht dick.

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Kerstin WeberErnährungBallaststoffe,Fruchtzucker,Fructose,ObstNatürliches Obst enthält Fruchtzucker, wie wir wissen. Es wird uns ja permanent erzählt. Neuerdings nur noch mit erhobenem Zeigefinger. Und dem Hinweis, wie schädlich der Fruchtzucker doch sei. Dabei wird jedoch nicht differenziert und der Fruchtzucker prinzipiell verteufelt. Die Folge ist eine Hysterie, die jeglicher Grundlage entbehrt und Menschen...