Irgendwann kommt für viele Menschen der Tag, an dem sie selbst merken oder sich bei einer Kontrolle herausstellt, dass sie eine Brille brauchen. Ab dem 60. Lebensjahr sind es schätzungsweise 95 Prozent der Bevölkerung, doch schon in jungen Jahren kann die Sehkraft aus verschiedenen Gründen schlechter werden. Bei Fehlsichtigkeiten, unabhängig ob Fern- oder Nahsichtigkeit, wird üblicherweise am Anfang eine Brille getragen. Allerdings muss sie nicht der ständige Begleiter und auch nicht zwangsläufig die erste und einzige Wahl sein. Die Alternative stellen Kontaktlinsen dar. Was spricht für und gegen die jeweilige Sehhilfe?

Entscheidungshilfe: Wobei und wie oft wird die Sehhilfe benötigt?

Um die richtige Entscheidung treffen zu können, sollten Sie wissen, wann Sie die Brille oder Kontaktlinsen benötigen. Auch wenn mittlerweile die Kontaktlinsen bei sehr vielen Situationen im Leben getragen werden, gelten sie dennoch nicht immer als sinnvoll – beispielsweise, wenn man unter Allergien, sensiblen oder trockenen Augen leidet. Wichtig ist die Verträglichkeit, die es zu Beginn zu testen gilt. Personen, welche ihre Sehhilfe die meiste Zeit benötigen oder sich durch die Brille gestört fühlen, sollten über Kontaktlinsen nachdenken. Anders ist es, wenn die Brille nur gelegentlich, wie zum Beispiel zum Lesen getragen wird und man sonst keine Sehhilfe benötigt. Bei Kindern wird übrigens nach wie vor die Brille bevorzugt, was jedoch bei bestimmten sportlichen Hobbys ein Nachteil sein kann.

Welche Vorteile haben Kontaktlinsen?

  • Aussehen verändert sich nicht
  • Sichtfeld wird nicht eingeschränkt
  • kein Beschlagen an kalten Tagen oder beim Kochen
  • können Hornhautverkrümmung ausgleichen
  • zusätzliche optische Effekte möglich
  • harte Linsen: formstabil, kleiner, Auge trocknet nicht aus
  • weiche Linsen: halten gut, bei Staub und Schmutz nicht anfällig
  • fallen nicht heraus und zerbrechen nicht
  • keine Einschränkung beim Sport und Beruf
  • hinterlassen keine Druckstellen
  • keine Fehlsichtigkeit auf Anhieb erkennbar

Welche Vorteile haben Brillen?

  • schnell aufzuziehen und bei Bedarf abzusetzen
  • brauchen keine teuren Pflegemittel
  • schützen vor Insekten und Zugluft
  • Winkelfehlsichtigkeit kann durch eine Brille ausgeglichen werden
  • verschiedene Materialien und Formen wählbar
  • keine laufenden Kosten
  • reizen die Augen nicht

Tipp: Beide Varianten parat haben

Immer mehr Menschen wählen beide Varianten. So sind sie immer flexibel und können je nach Lust und Laune, aber auch passend zum Anlass, kurzfristig eine Sehhilfe wählen. Dies setzt allerdings voraus, dass Sie die anfänglichen Kosten beider Varianten in Kauf nehmen.

Kontaktlinsen einsetzen lernen

Um die Vorteile der Kontaktlinsen nutzen zu können, müssen diese an das Auge angepasst werden. Eine individuelle Typberatung, welche Kontaktlinsen zu Ihren Augen passen, wird von einem Optiker vorgenommen. Die Mitarbeiter erklären Ihnen, wie die Linsen in das Auge eingesetzt werden, welche Pflege sie benötigen und welche Arten es gibt. Auch über die Kosten klären sie auf. Weitere ausführliche  Informationen zum Thema finden Sie außerdem im Artikel „Kontaktlinsen einsetzen für Anfänger“. Je nach Person fällt die Eingewöhnungsphase unterschiedlich aus und der richtige Einsatz muss zunächst geübt werden. So sollten die Kontaktlinsen nicht von Anfang an über eine längere Zeit getragen werden. Ähnlich wie bei der Brille kann es dazu kommen, dass die Augen schmerzen. Dieses Gefühl tritt bei der Kontaktlinse meist schneller auf, da diese direkt am Auge liegt. Sobald Reizungen oder Schmerzen auftreten, sollten die Kontaktlinsen entfernt und zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Nach und nach gewöhnt sich das Auge vollständig an die neue Sehhilfe. Dann steht einem Tragen oder eventuellen Wechsel zwischen Kontaktlinsen und Brille nichts mehr im Weg.

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Devika FernandoDies & DasBrille,Fehlsichtigkeit,Kontaktlinsen,SehhilfeIrgendwann kommt für viele Menschen der Tag, an dem sie selbst merken oder sich bei einer Kontrolle herausstellt, dass sie eine Brille brauchen. Ab dem 60. Lebensjahr sind es schätzungsweise 95 Prozent der Bevölkerung, doch schon in jungen Jahren kann die Sehkraft aus verschiedenen Gründen schlechter werden. Bei Fehlsichtigkeiten,...