Dass den Zähnen eine große Bedeutung hinsichtlich der Gesamt-Körpergesundheit zukommt, ist bekannt, dass sie offenbar jedoch auch in einem direkten Zusammenhang mit Demenz stehen könnten, dürfte für viele Menschen neu und zudem nicht direkt erkennbar sein. Doch genau das fanden japanische Wissenschaftler der Universität von Fukuoka heraus.
Demnach steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken, mit dem Verlust an Zähnen. D.h., je weniger Zähne im Alter noch vorhanden sind, umso höher wird das Risiko. Die magische Zahl scheint dabei 20 zu sein.
Die japanischen Wissenschaftler fanden im Rahmen einer Studie heraus, dass ältere Menschen, die unter dieser Grenze liegen, eher an Demenz erkrankten. Die Wissenschaftler gehen sogar so weit, zu sagen, dass das Risiko um bis zu 80 Prozent steigt.

Für die Studie  wurden mehr als 1.500 JapanerInnen untersucht. Alle waren älter als 60 Jahre und zeigten vorher keine Anzeichen von Demenz.
Bei der Studie, die über mehrere Jahre lief, wurden verschiedene Kriterien wie Vorerkrankungen, aber auch Beruf und Bildungsstand sowie Tabak- und Alkoholkonsum berücksichtigt. Außerdem wurden die Studienteilnehmer bezüglich ihrer Zahnpflege und ihre Zahnarztbesuche befragt.

1 bis 9 Zähne: Demenzrisiko steigt um bis zu 80 Prozent

Generell stellten die Wissenschaftler fest, dass im Lauf der Zeit der Studie 180 Menschen an einer Demenz erkrankten. Zudem konnten die Wissenschaftler einen direkten Bezug zwischen der Anzahl der Zähne und der sich entwickelnden Demenzerkrankung feststellen. Bei Studienteilnehmern, die noch 10 bis 19 Zähne hatten, stieg das Demenzrisiko um mehr als 60 Prozent, bei Studienteilnehmern mit 1 bis 9 Zähnen stieg es sogar um 80 Prozent.
Interessant war auch der entdeckte Zusammenhang zwischen den vorhandenen Zähnen und Alzheimer bzw. vaskulärer Demenz: Während eine geringe Anzahl der noch vorhandenen Zähne eine direkte Auswirkung auf die Entwicklung von Alzheimer haben, scheint die für die Entstehung einer vaskulären Demenz keine Rolle zu spielen.

Die Wissenschaftler begründen die nachgewiesenen Beziehungen genaugenommen mit ungenügender Zahnpflege. Diese kann zu Parodontitis führen, die entstehenden Entzündungen können nicht nur Zahnausfall zur Folge haben, sondern sich auch auf den gesamten Körper auswirken, was ein erhöhtes Alzheimer-Risiko in sich birgt.
Ein weiterer Grund wird in der direkten Zerkleinerung der Nahrung gesehen, die mit einer größeren Anzahl von Zähnen natürlich eine bessere ist. Mehr Zähne gestatten gründlicheres Kauen, das wiederum für eine bessere Durchblutung des Gehirns sorgt.

Im Fazit weisen die japanischen Wissenschaftler somit auf die große Bedeutung der Zahngesundheit hin: Tägliches Zähneputzen sei ebenso wichtig wie der regelmäßige Zahnarztbesuch.

Kerstin WeberForschungsergebnisseAlzheimer,Demenz,Zähne,ZahnpflegeDass den Zähnen eine große Bedeutung hinsichtlich der Gesamt-Körpergesundheit zukommt, ist bekannt, dass sie offenbar jedoch auch in einem direkten Zusammenhang mit Demenz stehen könnten, dürfte für viele Menschen neu und zudem nicht direkt erkennbar sein. Doch genau das fanden japanische Wissenschaftler der Universität von Fukuoka heraus. Demnach steigt das...