Zum ersten Mal überhaupt wurde jetzt in den USA eine Therapie mit genmanipulierten Zellen bewilligt. Zum Einsatz kommt diese gegen Krebs, genauer: gegen die Akute Lymphatische Leukämie.

Was die Gegner der genetischen Manipulation aufschreien lässt, macht den Patienten Hoffnung. Sie fragen nicht in erster Linie nach der ethischen Komponente, sondern sie wollen überleben. Insofern heißt es für sie schlicht: Wer heilt, hat Recht.

Mit dieser neuen Methode dürfen sie hoffen. Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 25 Jahren darf die neue Therapie angewendet werden.

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T-Zellen werden genetisch verändert

Von Bedeutung sind bei diesem Verfahren die so genannten T-Zellen. Sie sind ohnehin darauf programmiert, die Gesundheit gefährdende Eindringlinge zu vernichten. Gegen Krebszellen gelingt die Abwehr jedoch nicht. Deshalb werden den Patienten T-Zellen entnommen, genetisch verändert und im Anschluss in den Körper zurückgeführt, wo sie die Krebszellen angreifen.

83prozentige Erfolgsquote

63 an Akuter Lymphatischer Leukämie erkrankte Patienten wurden mit diesem Verfahren behandelt. Bei 52 Patienten war es erfolgreich, die Krebszellen wurden innerhalb weniger Monate vernichtet. Bei den restlichen elf Patienten zeigte sich keine positive Wirkung. Diese Erfolgsquote von ca. 83 Prozent wird in der wissenschaftlichen Welt als sehr gut bewertet.
Was zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden kann, ist, ob die Patienten als geheilt gelten dürfen. Bei einigen kam der Krebs binnen eines Jahres zurück.
Auch gab es diverse Nebenwirkungen wie Infektionen, niedrigen Blutdruck und Nierenprobleme.

Die Behandlung ist zum jetzigen Zeitpunkt mit ca. 400.000 Euro sehr teuer. Zudem ist fraglich, ob sie in Deutschland und Europa zugelassen wird. Entsprechende Anträge liegen bei der Europäischen Arzneimittelbehörde vor, die darüber zu entscheiden hat.

Kerstin WeberForschungsergebnisseGene,Genmanipulation,Krebs,Leukämie,T-ZellenZum ersten Mal überhaupt wurde jetzt in den USA eine Therapie mit genmanipulierten Zellen bewilligt. Zum Einsatz kommt diese gegen Krebs, genauer: gegen die Akute Lymphatische Leukämie. Was die Gegner der genetischen Manipulation aufschreien lässt, macht den Patienten Hoffnung. Sie fragen nicht in erster Linie nach der ethischen Komponente, sondern...