VegANDaner1Jeder Deutsche isst in seinem Leben 1.094 Tiere (ohne Fische). Die müssen irgendwoher kommen. Und so werden jedes Jahr hierzulande etwa 750 Millionen Tiere geschlachtet.

Bei den meisten jener Tiere, die auf unseren Tellern landen, geht es ausschließlich darum, sie so schnell und so preiswert wie möglich zur Schlachtreife zu bringen. Quantität wird dabei wichtiger als Qualität. Für die Tiere bedeutet das vor allem ein nicht artgerechtes, trauriges und oft ein krankes Leben.

Ferkel werden einige Wochen nach ihrer Geburt auf Lkw zusammengetrieben und in einem Mastbetrieb gebracht. Dort haben sie die nächsten 12 Wochen bis zu ihrem frühzeitigen Tod im schlechtesten Fall so wenig Platz, dass sie sich nicht einmal drehen können. Sie stehen in ihrem eigenen Dreck, der nur unzureichend durch die Spalten des harten Bodens fällt. In diesen Spalten bleiben die heranwachsenden Schweine zudem hängen, verletzen sich. Die Tiere befinden sich in einem permanenten Stresszustand. Sie haben Angst.

Nicht viel besser ergeht es den Hennen. Zusammengepfercht auf kleinster Fläche sollen sie nichts anderes als funktionieren. Und das bedeutet: Für uns so viele Eier wie möglich legen. Es ist ein qualvolles Leben. Körper an Körper in den Legebatterien, können sie sich nur wenig bewegen, picken sie sich gegenseitig an, verletzen sie sich. Aus Angst. Aus Wut. Aus Aggressivität. Wer weiß das schon genau.
Damit keine seuchenartigen Krankheiten ausbrechen in den Aufzugshallen, wird den Tieren Antibiotika verabreicht. Einmal abgesehen von der Wirkung dieser Mittel auf die Tiere, stellt sich die Frage: Wollen wir tatsächlich antibiotikabehaftetes Fleisch essen? Dem Kaufverhalten der Deutschen nach zu urteilen, lautet die Antwort: Ja.

Auch wenn es so mancher Fleischliebhaber nicht mehr hören mag, stellt sich immer wieder und immer mehr die Frage: Ist es moralisch vertretbar, den Tieren das Leben, das ihnen von Natur aus – oder von Gott – zugestanden wurde, zu nehmen und es durch eine nicht artgerechte und oft qualvolle Existenz zu ersetzen? Und für nichts weiter als unsere Gier. Weil Fleisch für die meisten von uns zum täglichen Leben gehört, obwohl das weder gut für die Tiere, noch für uns ist, wie sich an den diversen Folgekrankeiten erkennen lässt.

Übrigens: 10 Prozent der Schweine überleben die Mast nicht. Jedes 14. Schwein landet im Müll. 20 Millionen Tiere leiden völlig umsonst. Bei den Hennen ist die Zahl mehr als doppelt so hoch.

Und was passiert eigentlich mit den männlichen Kücken? Die werden aussortiert und zum Tode verurteilt. Wie Müll werden sie auf ein Band geworfen, das sie direkt in die Gaskammer befördert. Oder in den Schredder. Ja, die kleinen, süßen männlichen Kücken werden bei lebendigem Leib geschreddert!

Sind da noch die Kühe. Denen geht es doch gut, oder? Die stehen auf der grünen Wiese und geben uns die Milch, die sie nicht brauchen? Schönes Bild. Nur leider nicht real. Die Kühe stehen im Stall. Jede Vierte sieht nie das Tageslicht. Und – achja: Sie haben keine Milch übrig für uns. Die Milch wird ihnen weggenommen. Und das geht nur, indem das Kalb wenige Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt wird. Mutter und Kind schreien tagelang nacheinander. Und wir nehmen uns die Milch.
Die Kuh vollbringt Höchstleistungen: 40 Liter gibt sie am Tag. Irgendwann ist es jedoch vorbei. Inzwischen aber wurde sie erneut geschwängert und das makabere Spiel beginnt von vorn. Nach sechs, sieben Jahren ist die Kuh so verbraucht, dass sie nur noch ihre letzte Reise zum Schlachthof antreten kann.
Apropos Schlachthof: Da landen sehr zeitig in ihrem jungen Leben die männlichen Kälber. Schließlich ist von ihnen keine Milch zu erwarten.

Jeder Deutsche isst pro Woche 1 kg Fleisch (!). Würde der Konsum um die Hälfte reduziert, könnte man auf zwei Drittel der Massentierhaltung verzichten!