Cholin ist eine fettähnliche Substanz, die den B-Vitaminen ähnelt. Ein geringer Teil Cholin wird in der Leber gebildet, der größere Rest muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Bedeutung: Cholin ist für die Gehirnzellen wichtig sowie für das Enzymsystem der Leber, Giftstoffe können besser ausgeschieden werden. Ferner ist es von Bedeutung für den Transport von Fetten aus der Leber,  wodurch das Fett hier nicht angelagert werden kann. Im Gehirn wird Cholin zu dem verhaltenssteuernden Botenstoff Acetylcholin umgewandelt.

Mangelerscheinungen: Bei einem Mangel von Cholin kann es zum Absterben von Gehirnzellen (Vergesslichkeit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Alzheimer) kommen. Es kann zu Leber- oder Nierenstörungen sowie zu einer enigeschränkten Bildung von roten Blutkörperchen kommen.

Mangel-Risiko: Dieses besteht bei einem zu hohen Cholesterinspiegel und bei Fettstoffwechselstörungen. Das Risiko erhöht sich bei chronischen Krankheiten wie Arthritis, Aids sowie durch überhöhten Alkoholgenuss.

Überdosieurng: Zu viel Cholin kann zu Übelkeit, Erbrechen und Schwindel führen.

Enthalten in (pro 100 g): Rinderleber (500 mg), Ei (270 mg) Lachs (220 mg), Erdnüssen (95 mg),  Blumenkohl (42 mg)

Empfohlene Menge (pro Tag): 500 bis 1.000 mg

Sonstiges: Neueren Studien zufolge lassen sich mit einer cholinhaltigen Kost zerstörte Vernetzungen im Gehirn wieder aufbauen.